Mittwoch, 14. Januar 2015

Im Reich des Vampirs

Titel: Im Reich des Vampirs
englischer Titel: Bloodfever
Reihe: Ja- Zweiter Band der - Fever - Buchreihe
Sprache: Deutsch
Autor: Karen Marie Moning
Verlag: Ullstein
ISBN: 978-3-548-26602-2
Preis: 7,95 $ (D) Taschenbuch
Seiten: 368
empfohlenes Alter: ab 15 Jahren
Erschienen: 11. September 2008
Immer noch kein Ritter. Es war V´lane. und dabei hatte ich gedacht, dass es nicht mehr schlimmer kommen könnte.
Bei der Suche nach dem Mörder ihrer Schwester ist die junge MacKayla Lane in die Fänge einer dunklen, gefährlichen Macht geraten. Aus dem Reich der Vampire und Feen führt jetzt nur ein Weg heraus: Sie muss in den Besitz des uralten Buchs der Schwarzen Magie gelangen. Unterstützung findet Mac in dem geheimnisvollen, attraktiven Buchhändler Barrons, der sich mit Vampiren bestens auskennt. Aber kann sie ihm überhaupt trauen – im Kampf gegen das Böse?
Gefällt mir schon viel besser als beim ersten Teil. Hier herrscht doch endlich mal eine gewisse Stimmung. Auch wenn dieser Titel mich wieder nur zum Kopfschütteln brachte. Was zum Teufel haben die immer mit ihrem Vampir? Klar auch hier gibts mal einen, aber auch dieser ist nur zum Ende hin interessant. Und was für ein Reich? Im Grunde ein wirklich wenig durchdachter Titel.

Um dann mal zum englischen Cover hinüber zu äugeln, muss man wirklich gestehen, dass es viel besser ist. Es ist etwas Eigenes und sieht nicht danach aus, als würde es in dem Buch nur um das eine gehen. Und habe ich schon den widersinnigen Titel erwähnt? Warum haben wir das nicht übernommen? 

Bloodfever
 Erster Satz - "Sie sind schwer zu finden, Miss Lane", sagte Inspector O´Duffy,als ich die Ladentür des BARRONS BOOKS AND BAUBLES öffnete.

Mac erholt sich nach ihrem Abenteuer mit der dunklen Seite der Macht gerade noch von ihrem gebrochenem Arm und den Blauen Flecken, als auch schon der nächste Ärger ins Haus flattert. Und dabei ist der tote Polizist oder der halbverzerte Körper eines Rino-Boys in ihrer Mülltone bald noch ihr geringstes Problem.
 Nein, denn durch einen reichlich ungünstigen Moment, in denen Barrons Ladenhüterin Fiona eine gewisse, große, Mitschuld hat, hat Mac plötzlich die zweifelhafte Ehre eine Stunde ihrer Zeit mit dem Feenprinz höchstpersönlich verbringen zu müssen. Alles vielleicht nicht halb so schlimm, wenn er diese Stunde nicht ausgerechnete dann gewählt hätte, wenn sie und Barrons gerade einen netten kleinen abendlichen Einbruch verüben.
Und dann ist da noch die Sache mit der Zeit . . .
Und noch bevor sie es schafft, jede Spielfigur einer Seite zuzuordnen, melden sich auch die anderen Seherinnen zu Wort und versuchen sie auf ihre Seite zu ziehen.
 Zwischen all diesen Dingen dem Sensenmann, der Fluch ihres schlechten Gewissens, zu entkommen, scheint fast unmöglich. 
Doch ist alles so wie es scheint?
 Kann man sagen, dass man im zweiten Band die Charas glatt noch eine Spur lieber gewonnen hat? Vermutlich, also ja :).
Mac begeisterte mich genau wie im ersten Teil mit ihrer Art, welche immer auf dem Grad zwischen Höflichkeit und Sarkasmus balanciert. Dabei ist sie trotz ihrem Modepüpchenimage nicht auf den Kopf gefallen. Sie weiß das Barrons als auch der Feenprinz ihr nicht alles Verraten. Sie traut ihnen nicht und bleibt doch bei Barrons. Warum? Ganz einfach. In seiner Nähe ist die Wahrscheinlichkeit zu  überleben recht groß.
Und dann Barrons  . . . der Typ kann einen wirklich sämtliche Nerven rauben, weil ich wirklich am daran Knabbern bin, was zum Teufel er nun ist. Das macht mich verrückt!! Ich habe so viele Theorien im Kopf. Aber er ist so stur! Andererseits ist das wirklich Mal was anderes. Es passt zu ihm und macht seinen Charakter gleich noch eine Spur interessanter.
 Auch in Band zwei kann der Stil er Autorin einfach überzeugen. Sie schaffte es sogar die Charaktere noch einen Tick zu verbessern. Ihnen noch mehr Farbe zu geben. Einfach wundervoll. Besonders dieses Spiel mit Mac und dem Tod ihrer Schwester. Ihre Verwirrung,Schmerz und der Wunsch nach Rache, ist sehr gut eingewoben. Nichts wirkt überzogen, sondern alles ist nachvollziehbar, emotional und doch ist sie nicht dumm genug sich ins Verderben zu stürzen.

Zum Ende des Buches gab es eine Stelle, an der ich fast schon bereit war, meine Meinung zu revidieren. Nicht weil der Rest schlecht war, ganz und gar nicht, sondern weil die Autorin ganz haarscharf an der Grenze zum Übermächtigen-Chara balancierte. Hätte sie da den Absprung nicht geschafft, weiß ich ehrlich gesagt nicht, ob ich das Dritte so schnell zur Hand genommen hätte. Aber statt auf dem Zug aufzuspringen, zog sie sich eilig wieder davon zurück. So war für mich der letzte Teil des Buches eher etwas gewöhnungsbedürftig, weil die Nebenwirkungen von Macs "Medizin" einfach etwas . . . sagen wir mal, gewöhnungsbedürftig waren.
Ansonsten war das Buch wieder ein Genuss für alle Sinne. Und nun gehts zu Band 3. Wer weiß, vielleicht enthüllt uns diesmal Barrons sein Geheimnis? 
 Ein tolles Buch mit einer kleine, wohl eher persönlich empfundenen, Schwäche zum Ende.
5 von 6 möglichen Krümeltörtchen verleihe ich dem zweiten Teil der Fever Reihe. Wird es in Band drei eine Auflösung in Sachen Barrons geben?


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