Mittwoch, 24. Mai 2017

Smoke

Titel: Smoke
englischer Titel: Smoke
Reihe: Nein - Einzelband
Sprache: Deutsch
Autor: Dan VYleta
Verlag: carls books
 Genre: Fantasy
ISBN: 978-3-570-58568-9
Preis: 16,99 $ (D) Klappenbroschur
Seiten: 624
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Erschienen: 13. März 2017
Es ging das Gerücht, dass seine Eltern sich geweigert hätte, ihn zur Schule zu schicken, sich seit seinem elften Lebensjahr wiedersetzt hätten Ich glaube, sie sind adelig, aber arm, und leben ganz im Norden - ein ungezähmtes Land. Der Arm der Krone reicht zwar bis dorthin, hat allerdings nicht dieselbe Kraft. Und nun ist er hier, dieser wilde Junge. Wein einer, der von Füchsen aufgezogen wurde.

Wie sähe eine Welt aus, in der jede Sünde, jeder dunkle Gedanke sichtbar wäre? Smoke entführt den Leser in ein England vor hundert Jahren, in dem jede Verfehlung mit Rauch bestraft wird, der dem Körper entweicht. Auch Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, werden immer wieder durch Rauch-Attacken gebrandmarkt, wenn sie den strengen Schulregeln nicht genügen. Doch dann finden sie – fast zufällig – heraus, dass die Gesetze des Rauchs längst nicht für alle gelten. Wieso gibt es böse Menschen, die nicht von Ruß befleckt sind? Und welche Rolle spielt der Rauch bei den sozialen und politischen Umbrüchen ihrer Zeit? Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich die Freunde auf eine dramatische Reise voller riskanter Abenteuer und düsterer Intrigen und rufen damit schon bald mächtige Feinde auf den Plan ...

 Jeder der öfter hier ist weiß, dass ich mich gerne von Covern zum Kaufen verlocken lasse. Sie sind für mich oft der erste Grund nach einem Buch zu kaufen. Genauso oft schrecken sie mich auch davon ab. Und bei Smoke war ich gleich verliebt. Schon alleine diese Stimmung auf dem Bild. Hier harmoniert wirklich alles. Ich war gleich total begeistert und nach einem Blick auf den Klappentext war klar, das muss ich unbedingt lesen. 

Bildergebnis für smoke englisch vyleta

 Das englische Cover hat dieses mal auch wirklich war. Ganz anders zwar, aber doch sehr passend. Welches mir besser gefällt kann ich da so genau gar nicht sagen. 

Erster Satz - "Thomas! Thomas! Wach auf!"

Gib acht auf deine Gedanken, sonst wird der Rauch sie verraten.
Jede Lüge, jede Tat. Nichts kannst du verstecken. Der Rauch verrät alles. Befleckt deine Kleider und macht die Sünde offensichtlich. Dies lernen die Kinder von klein auf. Thomas und Charlie sind in diese Welt hineingeboren worden. Der eine ein Engel voller Sanftmut, der andere aufbrausend. Die Lehrer sehen in Thomas schon jetzt einen Verbrecher, Mörder und Teufel. Doch was passiert, wenn es zwei Jungen sind, die erkennen wie viel Lüge hinter all diesen Worten steckt? Wenn sie erkennen, dass sich die Reichen und die Kirche schon seit Jahrzehnten selber belügen um ihre Reinheit erkaufen.


Als sie ihre Nasen zu tief in diese Sache stecken, erkennen sie bald das mehr dahinter steckt. Viel mehr. Jahrhundertealte Lügen und das Böse, das nicht vom Rauch verraten wird.

Der Stil des Autors ist gut leserlich, beschreibt toll Stimmung und Umgebung und wäre sicherlich noch ein wenig fesselnder, wenn überhaupt mal etwas passieren würde. Denn gerade ein Buch von knapp über 600 Seiten sollte doch zumindest etwas mehr Handlung enthalten als weglaufen und höfliche Gespräche. Gut hier und da wird noch einer angekettet und es fällt auch mal ein Schuss. Aber reicht das? Mir leider nicht. Da kann auch der Schreibstil nicht viel nach oben reißen. Dazu kommt das ich mich lange nach der Hälfte des Buches gefragt habe, was es mir nun eigentlich sagen will. Wo kommt der große Knall? Für mich blieb er aus. 
Die Idee war freilich spannend. Rauch der deine schlechten Gedanken enthüllt. Hätte man wirklich was daraus machen können. Schade.
Die Charaktere blieben leider genauso rauchgrau wie das Buch. Dazu kommt ein wenig die Klischee-Klatsche. Da haben wir Charlie als "den Guten" und Thomas als "den Bösen". Fertig. Gerade von Thomas hatte ich mir auch einfach mehr erhofft. Mit seiner Vergangenheit und allem. Aber stattdessen nichts. Einfach nichts. Da entwickelte sich nichts weiter. Nichts ging in die Tiefe. Und dieses Livia hat es wirklich geschafft vom ersten Treffen an mir nur auf die Nerven zu gehen. Schrecklich. Blass. Oberflächlich. Dazu ihr "heiligengetue". Für mich absolut farblos. Auch hier wäre Spielraum gewesen.

Es ist nun schon eine weile her das mich meine geliebte Fantasy so sehr enttäuscht hat. Denn wo Klappentext und Beschreibung einfach nur toll klangen und ich mich schon auf ein Abenteuer in London gefreut hatte, verschwieg man die dahin tröpfelnde Handlung ohne Spannungsbogen. Stattdessen waberte es also und mal so und besaß für mich nicht den Funken an Zug. Bis zur letzten Seite habe ich dem Buch eine Chance gegeben. Aber nichts. Es ist einfach nichts passiert. Dabei rede ich hier nicht mal von Schlachten oder ähnliches. Nein. Schon gar nicht in diesem Buch. Aber was als übergroßes Geheimnis gelüftet werden sollte, war schon vorher absehbar. Spannung blieb bei Null. Es fehlte Ausarbeitung in vielen Bereichen. Die blassen Charaktere bilden da Sicher den Anfang. 

Grau und Blass wie Rauch und leider genauso Tiefgründig zeigt sich dieses Buch.
 Eine herbe Enttäuschung.
2 von 6 möglichen Krümeltörtchen für dieses Werk. 
Schade um die Zeit.


Montag, 22. Mai 2017

Montagsfrage ^-^

 


Wurdest du schon mal gespoilert? Hast du wegen eines Spoilers ein Buch mal nicht zu Ende gelesen?

Ich kann mir gar nicht vorstellen, das es überhaupt jemanden gibt, der wirklich noch nie in keiner weise gespoilert wurde. Also ja, ich musste das auch schon erleiden. Deswegen ein Buch abgebrochen habe ich aber noch nie. Schon weil solche Spoiler vielleicht ärgerlich sind und klar Aspekte verraten, aber für mich gehört mehr zum Buch als nur einzelne Szenen. Das wie und dergleichen spielt genau wie die Stimmung mit eine Rolle. So kann auch eine gespoilerte Stelle Spaß machen.


Dennoch bin ich etwas empfindlich und flüchte lieber, ehe ich Spoilern ausgesetzt sind. 
 
 
Wie sieht es bei euch aus?
 
 

Samstag, 20. Mai 2017

Book Whisper Challenge - White or Black - Aufgaben im Juni

 

Jihu Juni ♥ Das Wetter wird immer besser und was gibt es schöneres, als auf dem Balkon zu sitzen und zu lesen? Okay am Wasser sitzen und lesen ist auch nicht schlecht. Wir sind da eben flexibel. Der heiße Tee weicht dem Eisteee langsam und wenn nicht gerade draußen die Welt untergeht lässt es sich doch gut leben.


Hoffen wir mal, dass das auch mit den nächsten Aufgaben funktioniert.

 Hautaufgabe (3P)
Lies ein Buch das einen "östlichen Bezug hat". Es könnte zum Beispiel in China/Japan spielen. Oder die Prota kommt aus diesem Gebiet, aber auch wenn ein Restaurant mit östlichem Bezug dabei ist oder oder oder. :)

Nebenaufgabe (je 1P)
  1. Lies ein Buch mit einem Säugetier auf dem Cover
2. Lies ein Buch mit Wasser auf dem Cover.
 
 Zusatzaufgabe (2 Punkt.)
 
Sommer. Sonne. Bücher. Und was gehört dazu? Richtig, etwas tolles zum Knabbern oder etwas Spritziges zu Trinken. Leckerei. Immerhin muss man auch die Seele mal verwöhnen. Hier seid ihr nun gefragt, teilt ein tolles Rezept, das für euch in keinem Sommer fehlen darf mit uns. Ausprobieren ist hier strengstens erlaubt. 

 
 Quest (2P pro Teammitglied )

 Eure Teams stehen, doch wie sieht es mit euren heimlichen Verbündeten aus? Welche Autoren verstecken sich in dieser Welt und sind nur daran zu erkennen das sie euren Teamnamen tragen? Suche 2 mit einem passenden Werk für diese Aufgabe.


Team White - Sucht 2 Schriftsteller mit Nachnamen White.

Team Black - Sucht 2 Schriftsteller mit Nachnamen Black.



Mittwoch, 17. Mai 2017

Das letzte Bild der Sara de Vos

Titel: Das letzte Bild der Sara de Vos
englischer Titel: The Last Painting of Sara de Vos
Reihe: Nein - Einzelband
Sprache: Deutsch
Autor: Dominic Smith
Verlag: Ullstein
 Genre: Roman
ISBN: 978-3-8437-1480-8
Preis: 14,99 $ (D) Klappenbroschur
Seiten: 560
empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Erschienen: 2. Januar 2017
Während ihr Leben immer mehr aus den Fugen gerät, werden Saras Gedanken hartnäckig zu dem Leviathan zurückwandern. Er ist nicht die Ursache von Kathrijns Tod und all dem, was folgte, aber er ist das Omen, das ihre Tage verdüsterte.

Sara de Vos ist 1631 die erste Malerin, die in die Meistergilde in Amsterdam aufgenommen wird. Dreihundert Jahre später ist nur ein einziges ihrer Gemälde erhalten geblieben. Das Bild hängt über dem Bett eines reichen, etwas ruhelosen New Yorker Anwalts. Ohne böse Absichten kopiert eine junge Australierin das Bild. Doch die Kopie wird in Umlauf gebracht, mit erschütternden Konsequenzen. Jahrzehnte später treffen die beiden Bilder, die Fälscherin und der Anwalt noch einmal aufeinander …

Bildergebnis für The Last Painting of Sara de Vos Es ist fast schon etwas schade, dass das Bild, welches im Buch die größte Rolle spielt, nicht auch auf dem Cover zu sehen ist. Und gleichzeitig ist es wohl doch ein Glücksfall, das es einem so die Magie seiner eigenen Vorstellung nicht genommen wird. Denn der Autor malt mit Worten ein Bild aus Schnee und Unwirklichkeit in die Köpfe seiner Leser. Fast schon magisch. Der kleine Bildausschnitt auf dem Cover zeigt diese Magie nicht. Es ist mit dem gerautem "Leinen" auf dem Cover, den gesetzten Farben eher ein schüchterner Vertreter auf dem Büchertisch. Aber das man diese "stillen Stimmen" nicht unbeachtet lassen sollte, bewiest dieses Buch mehr als Eindrucksvoll. 
 Das englische dagegen finde ich wirklich etwas unheimlich . . .


Erster Satz - Das Gemälde wird in der selben Woche gestohlen, in der die Russen einen Hund in den Weltraum schießen. 

In diesem Buch verlaufen zwei - einmal sogar drei - Zeitebenen nebeneinander. Zum einen lernen wir die Künstlern Sarah kennen, welche als eine der wenigen Frauen der Gilde beitreten durfte. Ihr Leben ist kompliziert und ihr Man nicht gerade gut darin Geschäfte zu tätigen. Dies bringt die junge Familie in immer schwierigere Stationen, an dessen Ende die junge Künstlerin plötzlich vollkommen alleine dasteht. In dieser Zeit entsteht das Bild, welches als einzige die Zeit zu überdauern schien.

Dann, auf der anderen Seite die Kunststudentin welche dieses Bild halb aus Unwissen, halb aus der Herausforderung heraus fälscht. Dass das Bild gestohlen wurde, erkennt sie als später. Doch da steckt sie schon mitten drin. Doch wer soll es je erfahren? Das Duplikat ist meisterhaft. Doch als der Besitzer viel Später die Wahrheit erkennt, sinnt er auf Rache.
 Dieses Buch ist wie ein Bild. Es entsteht langsam aus mehreren Schichten heraus und immer wieder entdeckt man zarteste Details. Und was das alles zusammenhält ist der wunderschöne Stil des Autors, welcher es spielend schafft, Jahrhunderte miteinander zu verbinden. Farbig, bildlich, voller Stimmung und tiefe, die man eben nicht bis zum letzten vorgekaut bekommt. Und obgleich die Geschichte eher ruhig ist, liegt für mich selber viel in diesem Buch. Sei es die Geschichte von Sara, vom Bild oder auch der einfach erklärten Kunstwelt. 
Nur hier und da verstecken sich kleinere Längen.

Beginnen wir mit Sara. Künstlerin in einer von Männern dominierten Zeit. Sie hat es nicht leicht und ist dennoch sehr stark. Sie versucht irgendwie das beste aus der Situation zu machen und sich selber trau zu bleiben. Als Mensch alleine eine tolle Person von der man sich eine Scheibe abschneiden kann. Dazu ihr berührendes Schicksal.


Dann unsere junge Künstlerin. Sie ist eine misstrauische Eigenbrötlerin, die die Kunst liebt. Oder vergöttert. Je nachdem was der bessere Begriff ist. Sie ist zufrieden mit ihrem Leben in der kleinen Wohnung und der Abgeschiedenheit. Freunde hat sie wenig, dafür kann sie sich stundenlang mit Bildern beschäftigen und ist darin auch am besten. Das dieses eine Bild aber ihr Leben so vollkommen verändern wird, das ahnt sie noch nicht. 

 Ein ruhiges Buch das aber seinen Charme hat. Zum einen durch die Schicksale die beschrieben werden. Dann dieses Netz aus Liebe und Trauer, Rache und erkennen. Glück und Unglück. Verwoben durch eine wunderschöne Sprache das es einfach Spaß macht vom Autor in diese Geschichte entführen zu lassen. Dazu kommen die vielen Informationen. Einfach erklärt das man auch, als Laie keine Probleme hat mitzukommen. Man versteht den Aufbau eines Bildes, die Tricks der Fälscher und mehr.
Ein ruhiges Buch ja, aber langweilig war es deswegen nicht. Ich fühlte mich einfach gut aufgehoben in der Geschichte und nur hier und da kleine Längen die etwas störten.

Ruhig und still kommt dieses Buch daher und birgt doch solch eine Magie in sich. Bezaubernd, berührend. Alles auf einmal. Ein wenig Abzug, aufgrund der kleinen Längen aber alles in allem ein Buch für jeden der stille Bücher mit starker Geschichte liebt. 


5 von 6 Krümeltörtchen ergaunert sich dieses Buch über Kunst und Menschenleben. Lasst euch doch auch verzaubern.



Montag, 15. Mai 2017

Montagsfrage ^-^

 

Buhh! Endlich hat sich bei mir alles wieder eingependelt. Kein Dauerlernen mehr und vor allen, endlich wieder richtig lesen und nicht versuchen hier und da ein paar Minuten mit schlechtem Gewissen rein zu schummeln. Das ist eine richtige Erleichterung. Auch freue ich mich nun wieder komplett für den Blog da zu sein. Es hat mir richtig gefehlt. Und so starte ich in die "Normalität" mit einer Montagsfrage. Gibt es etwas Besseres?

Gibt es ein Buch, dass du früher richtig gern mochtest, aber inzwischen nicht mehr?

Keine leichte Frage, zu der mir irgendwie so gar nichts einfallen will. Nach den Filmen der Biss-Reihe hatte ich zwar so mein leichtes Trauma und konnte die Bücher lange nicht mehr genießen, aber das habe ich inzwischen fast komplett überwunden. Auch ist das ja nicht die Schuld der Bücher. Dann muss ich eben auch in passender Stimmung zu den Büchern sein. Aber etwas was mir damals gefiel und heute nicht mehr? Nein, da muss ich irgendwie passen.

Und wie sieht es bei euch aus?

Montag, 1. Mai 2017

Montagsfrage ^-^

In einer Woche sitze ich in meiner IHK-Prüfung, weswegen es hier gerade etwas ruhiger ist. Aber keine Sorge, ich vergessen niemanden und freue mich schon jetzt darauf, mich endlich wieder auf meine Bücher stürzen zu können. Und ein wenig Rezi-Tippen ist auch noch offen. Aber heute erstmal die Montagsfrage. Von der habe ich vor lauter Pauken auch schon Entzug. *lacht*

Führst du Leselisten (egal welcher Art)? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht? Wie sehen diese Listen aus?

Eine Leseliste führe ich selber nicht, auch wenn ich diese Büchertagebücher ja schon ziemlich toll finde. Allerdings schreibe ich zu jedem Buch - wirklich jedem - das ich gelesen habe eine Rezi. Es wäre also irgendwie doppelt gemoppelt, wenn ich das ganze noch zusätzlich in einer Liste festhalten würde. Angst das ich nicht mehr weiß was ich gelesen habe, brauchte ich bisher keine zu haben. Ich habe was Bücher angeht, habe ich ein gruseliges Gedächtnis. *lacht*

Und wie sieht das bei euch aus?