Samstag, 31. Mai 2014

Vampire Academy - Blutschwestern

Titel: Vampire Academy - Blutschwestern
englischer Titel: Vampire Academy
Reihe: Ja -Band 1 der - Vampire Academy - Reihe
Sprache: Deutsch
Autor: Richelle Mead
Verlag: Lyx
ISBN: 978-3-8025-8201-1
Preis: 12,95 $ (D) Brochur
Seiten: 303
empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Erschienen: 12. Januar 2009
Was eine hübsche Art war auszudrücken, dass Vladimir wahnsinnig gewesen war. Das wusste doch jeder. Er war einer von nur einer Hand voll Moroiheiligen, daher sprach der Priester sehr oft über ihn. 
 St. Vladimir´s ist eine Schule für junge Vampire. Auch Rose Hathaway - halb Mensch, halb Vampir - wird hier zur Wächterin ausgebildet. Sie hofft, eines Tages ihrer besten Freundin Lissa zur Seite zu stehen, der letzten Überlebenden der Vampirfamilie Dragomir. Da kommt es zu einer Reihe merkwürdiger Vorfälle. Irgendjemand scheint es auf Lissas Leben abgesehen zu haben. Der Einzige, dem sich Rosa anvertrauen kann, ist der attraktive Wächter Dimitrie . . .
Ich finde die Stimmung dieses Covers ist wirklich toll. Die dunklen Töne, das kirchenähnliche Gebäude im Hintergrund und der herausfordernde Blick des Mädchens - Könnte gut und gerne Rose sein. So ähnlich stelle ich sie mir zumindest vor :) - haben mich einfach damals verlockt. Der Klappentext tat sein Übriges.
Der erste Band der Vampire Academy Reihe gehört auch zu jenen Büchern, die gerne mal durch eine andere Covervariante glänzen. Mein persönlicher Favorit ist genau das Band, was ist selber habe :) Aber die anderen Varianten halte ich euch natürlich deswegen nicht vor. :)

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Auch die englischen Buchfans kommen natürlich nicht zu kurz.



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Ich bin ziemlich zufrieden mit LYX Covervariante. Sie gefällt mir einfach am besten. Die rote Variante des englischen Buches ist auch noch ganz nett, jedoch passt das Mädchen und meine Vorstellung von Rose nicht so gut zusammen. Das Einzige was mir absolut so gar nicht gefällt, ist das Filmbuch in Grün. Ich meine, nur weil es um Mädels geht, muss der Schriftzug doch nun wirklich nicht gleich rosa sein . . .
Erster Satz - Ich spürte ihre Angst, noch bevor ich ihre Schreie hörte.

Die St. Vladimir ist eine Schule für Vampire, die sogenannten Moroi, und ihre Wächter den Dhampire, Halb Mensch - Halb Vampir. Hier lernen sie ihre Kräfte zu nutzen und für ihre Aufgaben und ihr späteres Leben alles zu lernen, was sie benötigen. Für Rose bedeutet dies ihre Ausbildung zur Wächterin. Ihr Ziel ist es einmal ihrer besten Freundin Vasilisa - kurz Lissa - zur Seite zu stehen. Nur manchmal ist ihr bei diesem Ziel ihr eigenes Temperament etwas im Weg.

Je mehr sie es benutzt, umso schlimmer wird es werden. Halt sie auf, Rose.Halt sie auf, bevor sie etwas bemerken, bevor sie es bemerken und sie ebenfalls fortholen. Bring sie weg von hier.

Doch auch das Schulleben ist alles andere als einfach. Lissa und Rose müssen sich nicht nur gegen Blicke und Getuschel wegen ihrer Flucht aus der Schule behaupten, nein auch gegen das bissige Mädchen Mia und böse Gerüchte. Als dann plötzlich jemand beginnt tote Tiere in Lissas Zimmer zu drapieren ist Rose eines klar. Irgendjemand scheint zu wissen, warum sie damals fortgelaufen waren.. Doch ist das wirklich alles?
Direkt drin. Direkt dabei.
Und ich musste erst mal Schauen ob Blutschwestern wirklich der erste Teil dieser Reihe ist. Wem es genauso geht, den kann ich beruhigen. Ist es. Aber es ist schon unerwartet, plötzlich so sehr ins Geschehen zu fallen, dass die Charaktere von vergangenem Erzählen, einem den Mund wässrig vor Neugier machen, und man dann doch nur Stück für Stück erfährt, was überhaupt los war.
Das war wirklich mal etwas anderes. Man hat einfach das Gefühl absolut etwas verpasst zu haben. :)
Das Buch ist aus Rose Sicht geschrieben und ich muss wirklich sagen, dass diese Wahl für mich nicht hätte besser sein können. Ihr toller Charakter, kombiniert mit sarkastischen Gedanken und einer ganz eigenen Art machen jede Seite einfach zu einem totalen Lesegenuss.
Wie ihr bestimmt gerade schon geahnt habe, bin ich ein absoluter Rose Fan. Aber wer sarkastische und starke Charaktere mag, muss sie einfach lieben. Sie ist stark, versucht immer für ihre Freundin da zu sein, ist sich dafür auch nicht zu fein die Finger schmutzig zu machen (Oder Nasen zu brechen). Gleichzeitig kann sie aber auch Fehler eingestehen und ihren Stolz herunterschlucken, oder auch einfach mal zusammenbrechen. Ein toller Charakter, der beim Lesen einfach viel Spaß macht.
Ihr Gegenpaar ist Lissa, ihre beste Freundin und eigentlich eine kleine Königliche Hoheit, nur das sie mit dieser ganzen königlichen Politik eigentlich überhaupt nichts am Hut hat. Sie ist schwächer als Rose und sehr sensibel, gleichzeitig kann sie aber auch die Zähne zusammenbeißen und sich für ihre Freundin einsetzen. Auch wenn sie sich manchmal da etwas übernimmt.^-^
Dimitrie . . . hach, sagen tut er ja nicht so viel, aber trotzdem hat Rose Begeisterung irgendwie abgefärbt. Er ist geheimnisvoll und älter als Rose. Langsam hier und da etwas über ihn herauszufinden, dann dieses kleine Lächeln hier und da. Ich liebe jede Szene mit ihm. ♥ Wobei Christian mit dieser leicht arroganten Art ja auch schnell Punkte sammeln konnte. Aber ich glaube ich hatte ja schon mal erwähnt, dass ich so eine Schwäche für arrogante Charaktere habe. ;)

Eigentlich hatte das Buch mich ja schon nach wenigen Seiten rumgekriegt. Ich bin da ehrlich und gebe es zu. Einfach wegen diesem doch mal so ganz anderem Einstieg, den tollen Charakteren und einfach der Tatsache das von Anfang bis Ende die Spannung nie so wirklich wich. Auch diese Mentor-Schüler Beziehung zwischen Rose und Dimitrie, das Grübeln wer Lissa diese Streiche spielte, Mia mit ihrer Psychoart und die anderen Großen und Kleinen Katastrophen war einfach immer etwas los. Dabei verlor sich aber nie der rote Faden. Und am Ende war ich über den Ausgang ziemlich überrascht. Ich hatte eigentlich jemanden anderes in verdacht, aber da hat die Autorin wirklich ganze Arbeit geleistet, eine falsche Fährte zu legen.


Dieses Jahr kam auch ein Film zum ersten Band der Vampire Academy Reihe heraus. Ich muss sagen, dass mir die Trailer ja so gar nicht wirklich gefallen haben. Die Charaktere bewegen sich mal wieder weit fernab meiner Vorstellungen. Aber gut. Eine Chance gebe ich ja gerne. Wer weiß, vielleicht kann der Film ja doch Punkten.
Oder auch nicht!
Der Film ging, meiner Meinung nach, ja mal wieder so was von am Buch vorbei. Angefangen von Charakteren, die absolut unglaubwürdig waren. Hat sich überhaupt jemand wirklich SO! Lissa, Rose, Dimitrie und Christian vorgestellt? Ganz zu schweigen von den anderen Charakteren. Man braucht halt mehr für mich als die passende Haarfarbe um einen Charakter wirklich lebendig spielen zu können. Wo war Rose verwegene Art? Wo Dimitries Coolnes? Wo Lissas sensible Art?
Dann diese Story. Ich war ja schon am Kopfschütteln als Rose anfangs die Ausgebildeten! Wächter Platt machte. Und dann diese Katze . . . Das Tiere nicht allzu gut auf Damphire zu sprechen sind wurde 99% des Filmes dezent übersehen. Auch kamen die Szenen absolut unglaubwürdig rüber. Das es eine Schule für Vampire ist, sah man dann wohl an der einen Minute, wo mal in den Unterricht geguckt wurde, oder Rose und Dimitrie mal etwas Pflockgefuchtel an den Tag legten. Da war auch mal wieder total egal das Rose im ganzen Buch keinen von den Pflöcken in die Hand bekam. Auch die Beziehung zwischen Dimitrie und Rose lag irgendwie auf Eis. Warum? Wegen dem Altersunterschied? *Augenroll*
Falls da irgendwelche "Süßen-Szenen" zwischen waren, sind die eindeutig an mir vorbei gegangen . . . Und dann diese Szene mit dem Zwang . . . so romantisch wie ein Marsch durch ein Wespennest. *Seuftz*
Ihr merkt also, umhauen konnte mich der Film in jedem Punkt, der irgendwie was mit dem Buch zu tun hatte absolut nicht. Die Schauspieler schienen kaum zu wissen, was den besagten Charakter überhaupt ausmacht, Rose coole Art hatte irgendwie Urlaub und die Story wurde wieder mal verdreht und absolut unkenntlich gemacht. Wann lernen die netten Filmemacher nur endlich, dass Buchverfilmungen mehr brauchen als den gleichnamigen Titel?
Ich kann nur sagen, gut dass das Buch, das Buch ist. Denn einen Vergleich mit dem Film kann man wirklich nicht anstellen. Aber von den knapp über 300 Seiten war ich mehr als nur begeistert. Charaktere, Struktur der Gesellschaft und Spannung. In all diesen Punkten überzeugte mich der erste Band der Vampire Academy Reihe absolut.
Mit Freuden vergebe ich 6 von 6 verdienten Krümeltörtchen und freue mich schon auf Band zwei.

 

Donnerstag, 29. Mai 2014

ABC-Challenge

 

Jetzt war ich schon eine weile am Grübeln, ob ich mitmachen soll, oder nicht und konnte dann doch nicht widerstehen. Veranstaltet wurde die Challenge von Real Booklover. Das Ziel dieser Challenge ist es, das ABC mit Buchtiteln zu füllen. Die kleinen Hinweise wie das Artikel(Bestimmte und unbestimmte) einfach ignoriert werden können, findet ihr aber direkt auf dem Blog der lieben Svenja. :)

Mein Fortschritt

F
J
N
O
Q
R
U - Unter Strom (Rock War (1) - Rezi ab 1.9.2014)
X
Y

Mittwoch, 28. Mai 2014

Obsidian - Schattendunkel

Titel: Obsidian
Reihe: Ja, Erster Band der - Lux - Buchreihe
Sprache: Deutsch 
Autor: Jennifer. L. Armentrout
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-58331-4
Preis: 18,90 $ (D) Hardcover
Seiten: 397
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren 
Erschienen: 25. April 2014
Leseprobe 
"Denn was ich vorhatte, war absolut wahnsinnig - so etwas Durchgeknalltes hatte ich noch nie getan. Dies war schlimmer, als einem Buch nur einen Stern zu geben, es war angsteinflößender als ein Interview mit dem absoluten Lieblingsautor und dümmer, als Daemon zu küssen."
 Als die siebzehnjährige Katy Swartz vom sonnigen Florida ins graue West Virginia ziehen muss, ist sie alles andere als begeistert. In ihrem winzigen neuen Wohnort kommt sie in den ersten Tagen nicht einmal ins Internet, was für die leidenschaftliche Buchbloggerin eine Katastrophe ist. Nur mit Mühe lässt sie sich dazu überreden, bei ihren Nachbarn zu klingeln, um "neue Freunde" zu finden. Und lernt so den atemberaubended gutaussehenden, aber bodenlos unfreundlichen Daemon Black kennen. Was Katy jedoch nicht weiß, ist, dass genau der Junge, dem sie nun am meisten aus dem Weg zu gehen versucht, ihr Schicksal bereits verändert hat . . .
 Das der erste Band der Lux- Reihe bei mir eingeflogen ist, liegt wirklich absolut und unabstreitbar am Cover. Schaut es euch doch nur an. Mal keine knalligen Farben oder anderweitiges Chichi. Stattdessen alles sehr dezent und die Töne wundervoll gewählt, so das dieser Funkel-Effekt entsteht.
Herrlich!
Für mich einer der doch recht seltenen Fälle, in dem ein Cover durch seine dezentheit Punktet.
Natürlich werfen wir auch einen Blick auf das englische Cover.

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 Soll ich ehrlich sein? Ich bin froh das Carlsen es nicht so übernommen hat. Sonst wäre es nie bei mir gelandet. Ich finde es so absolut nicht ansprechend. Viel eher würde ich da so ne typische Story erwarten, die darin endet/und beginnt das die Hauptprota bei unserem Typ im Bett landet, noch ehe sie den Namen des anderen überhaupt aussprechen können.
Erster Satz - Ich blickte auf den Stapel Kartons in meinem neuen Zimmer und wünschte mir, das Internet würde schon funktionieren.

Das Leben muss sie ja wirklich hassen. Katy ist sich diesbezüglich ja schon recht sicher. Erst hatte ihre Mom diesen überaus genialen Einfall mit diesem Umzug. Von Millionen Buchläden an den Arsch der Welt. Nicht mal die Post wurde hier ausgetragen!
Was gibt es also noch Grausameres?
Wie wäre es mit den Nachbarn?
Daemon zumindest stellt sich schnell als hochkarätiger Mistkerl herauf der Katy abwechselnd zur Weißglut und in Verlegenheit brachte. Da war es ja zudem richtig ätzend das wohl jedes lebendige Wesen auf diesen Kerl fliegen müsste. Cool, heiß, ätzend. Ja, die beliebte Dreieinigkeit bei Typen.

"Ich bin keine Kleine. Ich bin siebzehn."
"Ach ja?" Er blinzelte. "Du siehst aus wie zwölf. Na ja, vielleicht auch dreizehn. Meine Schwester hat jedenfalls eine Puppe, die mich an dich erinnert. Die hat auch so riesige Augen und so einen starren Blick."

Was sie jedoch nicht ahnt, ist, dass Daemon und seine Schwester Dee nicht normal sind. Oder weiß sie es vielleicht doch? Zumindest kann doch nicht all dieses seltsame Zeug nur Einbildung sein?
Oder doch? Vielleicht wurde sie ja einfach langsam verrückt? So verrückt, wie dieser schattenhafte Mann der sie überfallen hat?
Im Buch begleiten wir die siebzehnjährige Katy durch ein Abenteuer, das sie sich wohl so niemals erträumt hätte. Durch die hier sehr gut gewählte Ich-Perspektive bekommt man ein gutes Gefühl für ihren Charakter und auch der ein oder andere sarkastische Gedanke wäre bei einer anderen Erzählform sicherlich zu betrauern gewesen.
Der Stil ist solide und flüssig zu lesen. Er führt leicht durch die Seite und trotz des Alters der Protagonisten trieft er nicht vor Jugendsprache. 
Einzig das die Autorin immer wieder, alle zwei oder drei Seiten, erwähnen musste wie heiß/sexy Daemon ist, ging mir leicht auf die Nerven. Ich hatte es eigentlich schon nach dem Ersten Mal begriffen . . .
Da hätten wir zum einen Mal Katy. Eine süße und sympathische . . . Buchbloggerin! Ja was soll ich sagen. Ich musste sie einfach gerne haben. Wie oft hat man schon mal solch eine Prota? Für mich ist es das erste Mal. Und ihre Liebe zu Büchern kommt auch gut rüber. Es ist kein Hobby, dass mal erwähnt wird und dann untergeht, nein es gehört einfach zu ihr. Dazu kommt ihre ganze Art. Meist sehr sympathisch, witzig und die Geplänkel mit Daemon gehören zu meinen Lieblingsszenen. Allerdings gab es auch Stellen, an denen ich sie am Liebsten an den Schultern packen und Schütteln würde. Einmal zum Beispiel als es bei Dee und Daemon um ein verschwundenes Familiemitglied ging. Sie war so unglaublich empört das die Zwei ihr das nicht erzählt haben, ohne daran gedacht zu haben, dass es ihnen vielleicht wehtat. Später bemerkte sie das und entschuldigte sich. Ein anderes Mal warnte Daemon sie mehrfach vor jemanden, sie aber musste, um ihm eine auszuwischen, genau mit diesem etwas unternehmen und das Ende war recht absehbar. Da war sie ziemlich naiv.
Daemon hatte ja schon gefühlte 1000 Pluspunkte, kaum das er auf der Bildfläche erschienen ist. Was soll ich sagen, ich glaube ich habe so meine Schwäche für arrogante Typen ^-^. Dazu seine überhebliche Art . . .  Ich konnte ihm einfach nie wirklich böse sein. (In der Realität hätte ich dem Typen wahrscheinlich eine übergezogen . . . ;) )
Und Dee. Ich liebe Daemons Schwester einfach. Sie ist so quirlig und begeisterungsfähig. Immer da. Immer voller Energie und die Liebe zwischen den Geschwistern ist spürbar. Hier zeigt Daemon auch zu Erst seine "nette" Seite. Er ist eine kleine Glucke ;)
Aber auch die anderen Charaktere sind toll. Selbst die Oberzicke Ash, hatte etwas an sich das ich hinter ihre Feindschaft blicken wollte. Und die Autorin ließ diesen Blick später zu. Dann versteht man sie!
 Ich muss sagen, das war seit langem Mal wieder das erste Mal das ich in die Genre Sci-Fi verweilte. Selbst in der Paarung mit Jugendbuch ist es für mich doch etwas sehr seltenes. Aber gerade die Art wie das ganze behandelt wird - Verdammt ist das schwer gerade nicht zu Spoilern :) - ist logisch und einfach nur toll aufgebaut. Die Spannung beläuft sich anfänglich darauf herauszufinden ob Katys Nachbarn wirklich anders sind.  Dabei macht Jennifer L. Armentrout es einem auch nicht leicht. Alles balanciert so am Rande von Wahrheit und Einbildung entlang.
Gleichzeitig gibt es aber auch so Kleinigkeiten, die mich etwas stören. Wie die erwähnten kleinen "Aussetzer" von Katy oder das ständige Erwähnen wie heiß und sexy Daemon ist und ach, was er doch für tolle Lippen hat. Die dazwischen immer wieder knisternden Szenen haben mich hier aber weitgehend wieder versöhnt.
Das Ende des Buches, letzten 3-4 Seiten, . . arggg . . . ich hätte reinbeißen können. Katy konnte ich da ja gar nicht verstehen. Es war doch genau das, was sie wollte und dann stellte sie sich plötzlich so an? Katy, das war irgendwie schwach . . .  *seuftz*
Was mir spontan auch noch einfällt, ist weniger ein Meckern, das wars jetzt erst mal damit, als vielmehr ein Hoffen. Katy tötet gegen Ende einen der Feinde. Dieser Feind ist aber ziemlich mächtig. Stärker selbst als Daemon. Ich hoffe, dass sie nicht in die Schiene "Übermachtiger Charakter" abdriftet. Ich hasse so etwas einfach. Gegen Stark sein ist nichts einzuwenden. Aber dann bitte verdient und nicht von jetzt auf gleich. . .
Obsidian - Schattendunkel ist ein tolles Buch, das viel Herz, tolle Charaktere und eine nette Spur Sci-Fi enthält, die selbst mich nicht hatte vertreiben könnten. Kleine Ecken und Kanten reißen das letzte Törtchen zwar herunter, aber ein Lesegenuss war es trotz alledem.
5 von 6 möglichen Krümeltörtchen und ein toller Start in eine vielversprechende Reihe.


Sonntag, 25. Mai 2014

Arcadien erwacht

Titel: Arkadien erwacht
Reihe: Ja, Erster Band der - Arkadien - Buchreihe
Sprache: Deutsch 
Autor: Kai Meyer
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-58201-0
Preis: 19,90 $ (D) Hardcover
8,99 $ (D) Taschenbuch
Seiten: 415
empfohlenes Alter: ab 14
Erschienen: 14. Januar 2010
Leseprobe 
Sie wartete. Zögerte. Dann zog sie den Kopf zurück, bevor sich ihre Lippen berühren konnten. Einen Herzschlag lang sah er verletzt aus, aber dann lächelte er, blinzelte in die Sonne und sagte: "Wenn es so weit ist, dann will ich dabei sein." "Wenn was so weit ist?" "Wenn du allen anderen nicht mehr in die Augen schauen kannst, als hätten sie dir gerade den Krieg erklärt. Und wenn du merkst" - er deutete nach vorn über die Schlucht - , "dass manches zwar aussieht wie das Ende der Welt, sie in Wahrheit aber weitergeht, drüben auf der anderen Seite."
Schon bei ihrer Ankunft auf Sizilien fühlt sich Rosa wie in einem alten Film – der Chauffeur am Flughafen, der heruntergekommene Palazzo ihrer Tante und dann die Gerüchte um zwei Mafiaclans, die seit Generationen erbittert gegeneinander kämpfen: die Alcantaras und die Carnevares, Rosas und Alessandros Familien. Trotzdem trifft sich Rosa weiterhin mit Alessandro. Seine kühle Anmut, seine animalische Eleganz faszinieren und verunsichern sie gleichermaßen. Doch in ihm ruht ein unheimliches Erbe, das nicht menschlich ist.

Heute stelle ich euch mal eines meiner Neuzugänge dieses Monats vor. Und was soll ich sagen. Schaut euch einfach mal dieses Cover an. Zu 90% war das Buch wohl wirklich ein absoluter Coverkauf gewesen. Ich hatte mich schon vor dem Klappentest einfach darin verliebt. Diese Stimmung in dem Motiv, der Baum, die Kleckse und Schnörkel erben einfach etwas, dem ich mich nicht entziehen konnte. 
Auch in bei der Innengestaltung lässt sich der Carlsen-Verlag nicht Lumpen. Jedes Kapitel wird mit einem Ornament eingeleitet, welches an ein Herz erinnert. 

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 Von Piper Taschenbuch gibt es noch eine schöne Covervariante. (Taschenbuch 9,99 $(D)) Zwar kommt es, meiner Meinung nach, nicht an das tolle Cover des Hardcoverexemplars ran, aber mit der gefärbten Python hat es auf jeden Fall auch was.

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Auch die Fans von englischer Lektüre kommen bei diesem Buch nicht zu kurz. Das Cover gefällt mir auch sehr gut. Gerade der Panther mit diesem Schriftzug und den Seitenverzierungen. Toll.
Im Schnitt kann man also sagen, dass jede Variante wirklich etwas für sich hat. Nur seinen Liebling muss man noch selber finden ;)
 Erster Satz- Über dem Atlantik weckte sie die Stille.

Es soll ein Schlussstrich sein. Eine Ruhepause. Ein Stillstand. Einmal durchatmen.
All das hoffte Rosa in Sizilien zu finden. Doch schon im Flugzeug scheint das Schicksal andere Pläne mit ihr zu haben, als sie Alessandro begegnet, der ebenfalls auf den Weg nach Sizilien ist, um seinen toten Vater zu beerdigen.
Er ist nett.
Gut aussehend.
Anstehender Capi der Carnevares und somit der erbitterste Feind der Alcantaras.
Ihr erbitterster Feind.
Wie ungünstig nur das an Rosa diese ganze Mafia-Clan-Feindschaft irgendwie vorbeigegangen ist. Und auch Alessandro scheint nicht mal annähernd so aggressiv drauf zu sein wie sein Großcousin Tano zum Beispiel. Doch diese Freundschaft steht von Beginn an unter keinem wohlwollendem Stern. Doch bald beginnen sich die Geschehnisse zu überschlagen. Als Tano sich entschließt einen neuen Clankrieg in die Wege zu leiten stehen bald Rosa und Alessandro auf der Abschussliste. Doch nicht nur sie bewegen sich gefährlich nahe am Abgrund.
Und was hat dieses Foto zu bedeuten?
Kai Meyer hat eine Art den Leser in seinen Büchern gefangen zu nehm, wie es wohl kein Zweiter kann. Ein Stil, so bildhaft und atmosphärisch, dass es keine langen Vorreden oder Beschreibungen brauch, um Szenen lebendig werden zu lassen. Charaktere erhalten eine Gestalt, durch Wort eine Stimme und durch Taten ihre Tiefe. Gleichzeitig fließen Wendungen ein, die man so nie erwartet. Stolpert über Ereignisse, die verblüffen oder über Momente die zum Schwärmen, zittern oder Atem anhalten animieren.
Im Buch begleiten wir Rosa durch ein Abenteuer, den der Klappentext nicht einmal annähernd in Worte fassen kann. Und auch ich muss sagen, es ist fast schon unmöglich all diese Ereignisse zu beschreiben. Nicht weil so viel Unwichtiges dabei ist, sondern eher gerade, weil alles irgendwie von Bedeutung ist.
Geschrieben ist die Geschichte aus Rosas Sicht. Ich finde es gut so gewählt, den man blickt schnell tiefer in ihren Charakter.
Rosa ist der erste Charakter, dem wir in diesem Buch begegnen. Anfangs mag sie auf den ersten Blick etwas sonderbar wirken. Sie Stil, ist alles andere als auf den Mund gefallen und auch ihre Art muss man erst zu greifen wissen. Aber wer einmal darunter blickt, sieht auch ein ganz anderes Mädchen. Eines das sich nicht von den Schatten ihrer Vergangenheit, einem Mord, den sie begannen, hat, unterkriegen. Sie bleibt stehen. Ist Stolz und ehrlich. Lässt sich nicht unterkriegen und schafft es trotz allem immer weiter zu hoffen.
Alessandro ist der zweite Charakter. Ich war ihm ja wirklich vom Beginn an verfallen. Von der Art her war er sehr ruhig, aber wenn ihn sein Temperament überrannte, zeigte er, im wahrsten Sinne des Wortes, ein ganz anderes Gesicht. Dabei blieb er Rosa gegenüber jedoch immer ehrlich. Zwar gab es Dinge, die er nicht erzählte, aber lügen tat er nicht.
Aber ach die Nebencharaktere ließen nichts zu wünschen über. Sei es ihre Schwester Zoe, die etwas naiv dem vermeintlichen Glück hinterherrannte, ihre Tante, die das Leben Hart hatte werden lassen, Tano, der nur nach Blut und Macht dürstet oder die süße Iole, die mich durch ihre zarte Stärke unheimlich beeindruckt hat.

Am meisten herausnehmen möchte ich hier einmal die Charaktere. Es war unheimlich erfrischend, einmal nicht die "typischen" Persönlichkeiten abgedeckt zu sehen. Nein. Jede war von sich aus einzigartig. Da wäre Rosa die Trotz ihrer Vergangenheit und glaubt mir, die meisten würden einfach nur irgendwo liegen bleiben, sich nicht unterkriegen lässt. Sie ist so weit von einem nervigen -Schrei-Chara entfernt, wie man es sich nur vorstellen kann. Das heißt nicht das sie Mega-Furchtlos ist. Nein, Angst hat sie auch, aber sie lässt sich nicht unterkriegen und tut, was sie für das Richtige hält. Dabei sie töten und, gerade das fand ich toll, legt sich danach nicht reuevoll und heulend in die nächste Ecke, nein sie macht weiter!
Alessandro dasselbe. Er tut, was er für richtig hält, ohne sich von außenstehendem Hass beeinflussen zu lassen. Macht er Fehler, so steht er dazu und bereut es.
Es ist ein Hochgenuss das zu lesen. Noch ein Grund mehr, warum ich die Bücher von Kai Meyer so sehr liebe. Er weiß, wie man Charaktere erschafft, die im Gedächtnis bleiben. Als Beispiel wäre hier auch die Reihe um die "Fließende Königin" zu erwähnen. Als Kind gelesen und nie vergessen können. (Zum Glück habe ich die Bücher wieder auf dem SuB♥) Genauso ist dieses Buch. Man ließt es. Beendet es. Aber los lässt es deswegen einen noch lange nicht.
Eines muss ich aber definitiv noch erwähnen. Wer hier eine Schmalzige Romaze a la -Wir Heiraten, obwohl wir den Namen des anderen noch nicht mal aussprechen können- befürchtet, wird absolut enttäuscht/oder beruhigt werden. Die Liebesgeschichte ist so wunderbar zart und vor allen in einer sehr realistischen Geschwindigkeit, dass es diesem Buch noch einmal das gewisse Etwas verleiht.
Falls ihr also Lust auf tolle Charaktere, eine einzigartige Story voller Geheimnisse und eine Fesselnde Atmosphäre habt, dann seid ihr bei dem ersten Band der Arkadien-Trilogie wunderbar aufgehoben.
6 von 6 möglichen Krümeltörtchen verdient sich Kai Meyer mit diesem Start in eine wundervolle Trilogie.

 

Freitag, 23. Mai 2014

Immer wieder diese Neuzugänge ...


Dieses Mal bin ich aber wirklich absolut unschuldig. :)
Diese drei wunderbaren Bände der Sixtee Moons- Reihe sind bei mir letzte Woche eingeflogen. Ein Überraschungsgeschenk meiner Tante. Und eine Überraschung war es wirklich.


Besonders Happy bin ich nicht nur deswegen, weil sie schon eine Weile auf meinem Wunschzettel stehen und ich sie nun mein eigen nennen kann. Nein, es ist auch weil es mal nicht ein Band mitten aus einer Reihe heraus zu mir geschafft hat (Dafür hat meine Mom ja so ein unsagbar gutes Händchen ;) ) Kennt ihr das auch?
So wuseln die Bücher mal auf meinen SuB. Ich freu mich schon darauf, das Erste Band bald in die Hand zu nehmen.
Hat einer von euch die Bücher schon gelesen? Liegen sie bei euch vielleicht auch noch auf dem SuB? Oder schleicht die Reihe noch auf euren Wunschzettel herum?


Dienstag, 20. Mai 2014

EENE MEENE - Einer Lebt, einer Stirbt

Titel: EENE MEENE - Einer Lebt, einer Stirbt
Reihe: Ja, Band 1 der - Detective Inspector Helen Grace - Reihe
Sprache: Deutsch 
Autor: M. J. Arlidge
Verlag: Rowohlt
ISBN: 978-3-499-23835-2
Preis: 9,99 $ (D) Taschenbuch
Seiten: 365
empfohlenes Alter: ab 16 Jahren 
Erschienen: 2. Mai 2014
Leseprobe (Klick ins Buch)
Du oder ich.
Sam schläft. Ich könnte ihn jetzt töten. Vielleicht würde ich ihm damit sogar einen Gefallen tun. Als wir nach dem Überfall zu uns kamen, waren wir in diesem alten Schwimmbad. Fünf Meter hohe Kachelwände. Keine Leiter. Ich habe Sam umarmt. Seinen Geruch eingeatmet, den ich so sehr liebe. Dann klingelte das Handy, und wir begriffen den grausamen Plan. 

Amy sieht mich nicht an. Spricht nicht mit mir. Vielleicht gibt es nichts mehr zu sagen. Jeden Quadratzentimeter unseres Kerkers haben wir nach einem Fluchtweg abgesucht. Nur die Pistole hat keiner von uns angerührt. Bisher. 

Das richtig Coole an diesem Cover ist, das es gleich zu Beginn zwei Varianten gibt. Einmal in Grün wie oben (Das habe ich), und einmal in rot.

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Gleich zum Start eines Buches habe ich so was ja selber noch nicht gesehen. Finde ich Toll. Da hat der Leser wirklich die Qual der Wahl. genau wie die Protagonisten.
Auch das Cover hat einfach was. Nicht nur weil die Farben absolute Signalwirkung haben. Denn ich kann von meinem Exemplar her sagen, dass die Bilder ans Original nur beginnt heranreichen. So ist das Grün viel Kräfter und hat beim unterem Wort einen Touch ins Neonhafte. Aber auch die  Strucktur und  die erhabenen Buchstaben vermitteln ein tolles Gefühl beim in der Hand halten.
Auch die englischen Fans  dürfen sich über ein schönes Cover freuen. :)

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  Erster Satz - Sam schläft.

Ein Raum. Du weißt du bist nicht alleine. Er/Sie ist bei dir. Seit Tagen sitzt ihr schon hier.
Hoffnung . . . das Wort ist bekannt, doch mehr als ein Wort ist es schon lange nicht mehr. Für keinen von ihnen.
Der Durst schnürt dir die Kehle zu. Genau wie der Gestank des Fäkalienhaufens in der hintersten Ecke eures Gefängnisses. Der Hunger begleitet dich in jeden Traum. Zwackt und schlägt die Krallen in deine Eingeweide. Immer wieder huscht dein Blick zur Waffe. Eine Patrone. Nur eine. Aber das war sie schon längst nicht mehr. Du hast ihr längst einen Namen gegeben.
Sie heißt Leben.

"Auf dem Boden vor dir liegt eine Pistole. Mit einer Kugel. Für Sam oder für dich. Das ist der Preis der Freiheit. Du musst töten, um zu Leben. Willst du Leben Amy?"

Ermittlerin Helen und ihr Team begeben sich auf die Suche nach einer Serienmörderin. Einer Frau, die ihre Opfer entführt und schlussendlich vor die schwerste Wahl stellt, die in einem Leben wohl zu treffen ist.
Leben oder Sterben?
Dabei scheint sie einfach unfehlbar zu sein. Keine Spur. Nicht der kleinste Hinweis. Nur weitere Opfer. Und die Überlebenden wünschen sich bald nichts sehnlichster, als dort unten im Kerker derjenige gewesen zu sein, der sich in die Stille des Todes hatte flüchten dürfen . . .
Der Stil des Autoren ist für mich eine wahre Offenbarung in der Thrillergenre. Warum? Nun, im Grunde, weil er schreibt, wie es ist. Er schildert eine Situation mit Worten, die prägnant sind. Dabei muss er eine schlimme Situation auch nicht noch weiter dramatisch ausschmücken. Dies sieht man gut an den Opfern in ihren Gefängnissen. Wenn sie aus Hunger wirklich alles zu sich nehmen würden. Wenn Insekten und Ratten zwischen Leben und Tod entscheiden können. Dabei lässt er auch nicht die Psyche der Opfer außen vor. Selbst nachdem diese in Freiheit sind, begleitet der Leser sie weiter. Und gerade das hat mich wirklich begeistert. Diese "Nachwirkungen" des Schreckens einmal mitzuerleben, anstatt das die Opfer schnell abgeschoben werden
Die Kapitel sind kurz, was wirklich grausam ist, da man sich gerne mal eine Stunde lang mit den Worten "Eines noch!" vom Schlafen abhalten kann. Die Sichtweise wechselt öfter zwischen den verschiedenen Personen hin und her. Und auch ein kursiver Text hier und da muss vom Leser eingeordnet werden.
Der Stil ist fließend, ohne übertriebene Fachbegriffe gut verständlich und hält die Spannung konstant bis zur letzten Seite.
Charaktere hat dieses Buch wirklich eine Menge zu bieten. Da wären die Opfer, das Ermitlerteam, die Killern. Dennoch ist es leicht den Überblick zu behalten.
Besonders Helen ist mir hier sehr positiv aufgefallen. Wer kennt das nicht. Da ließt man einen Thriller und will sich im Grunde nur auf den/die verdammte Mörderin konzentrieren, aber da sorgt der Autor noch dafür das sich der oder die Protagonistin noch durch ein selbst auferlegtes Trauma, das teilweise absolut unwichtig für die Handlung ist, durchkämpft.
Mich nervt so was nur. Besonders wenn plötzlich nur die depressiven Gedanken der Prota das Buch füllen und man denkt der Killer wäre zur Nebenfigur verkümmert.
Hier ist es nicht zu. Helen ist cool, fit, einfach eine tolle Ermittlerin, die das ganze Revier managte. Klar sie hat auch Fehler und ihre Vergangenheit ist nicht gerade rosig, aber das reibt uns der Autor nicht alle drei Seiten unter die Nase. Man bekommt hier und da und vielleicht dort mal ein Stückchen serviert. So dass es eben neugierig macht, aber nicht übersättigt.
Auch die Nebencharaktere glänzen durch Greifbarkeit. Bei den Opfern erfährt man so einiges über ihre Psyche, hier und da etwas über ihr Leben und wird bei den Ausgängen dieses Eene-Meene-Muh-Spiel wohl so einige Male überrascht sein.

Was kann ich also zu diesem Buch schlussendlich noch anderes sagen außer WOW?!
So wünsche ich mir bitte immer meine Thriller.
Tiefgründig, wunderbar spannend, keine unnötigen Wege oder blauäugige Ermittler, Szenen, bei denen ich denen mit einem leichteren Magen, lieber Raten würde nicht nebenbei zu Snaken ;) Nicht wegen übertriebenen Darstellungen, sondern eben wegen dem Realismus.
Und der absolute Plusspunkt ist die Killerin! Ist mein erstes Buch wo es mal kein Kerl ist.
M.J. Arlidge werde ich definitiv im Auge behalten. So kann ich abschließend nur sagen, mit diesem Buch werden die Thriller-Liebhaber unter euch sicherlich mehr als zufrieden sein. Von A bis Z gibt es einfach nichts zu meckern.



Mittreißend. Spannend. Fesselnd. Der Suchtfaktor ist fast schon ein Verbrechen.
6 von 6 überzeugten Krümeltörtchen und möge der Autor uns nicht zu lange warten lassen. Die Erfüllung aller Thriller Träume.


Montag, 19. Mai 2014

Montagsfrage ^-^


 Die Montagsfrage findet ihr wöchentlich auf dem Blog von  Libromanie.
Plus oder Minus?

Diesmal befasst sich die Montagsfrage mit dem leidigen Thema SuB. Also einmal Hand aufs Herz. Ist er seit Anfang des Jahres gestiegen oder gefallen?
Ich muss ja gestehen, dass er irgendwie immer bei 173 hängen bleibt. Da habe ich mich endlich runtergearbeitet und dann kommen Büchergeschenke von Tanten an. Dann war auch noch Ostern ... Ja was soll man dagegen tun? ^-^ Es gibt einfach zu viele gute Bücher auf dieser Welt. Der einzige Trost ist wohl, dass es die 200 noch nicht geknackt hat. Was ich dann hoffentlich auch schaffe zu verhindern. ;)
Vornehmen tue ich mir natürlich auch weiterhin den SuB in die Knie zu zwingen. Aber ob man das wirklich jemals schafft, steht natürlich in den Sternen.
 Aber wie sieht es den bei euch aus? Wächst er in die Höhe oder zwingt ihr ihn in die Knie? Oder, vielleicht ergeht es euch ja wie mir, und er glänzt durch verfluchte Beständigkeit. ;)


Samstag, 17. Mai 2014

Das wilde MÄÄÄH

Titel: Das wilde MÄÄÄH
Reihe: Ja,  Band 1 der - MÄÄÄH- Reihe
Sprache: Deutsch 
Autor: Vanessa Walder
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-7855-7969-5
Preis: 9,95 $ (D) Hardcover
Seiten: 188
empfohlenes Alter: ab 8 Jahren
Erschienen: 10. März 2014
Leseprobe 
"Mama", rief Ham aufgeregt. "Mama! Dem Stein wächst ein weißes Fell!"
 Ham ist ein Wolf. Das ist ja wohl klar.
Er hat spitze Eckzähne … auf dem Kopf.
Er jagt gerne … saftige Blätter.
Er heult den Mond an … und es klingt wie Määäh.
Na gut, vielleicht ist Ham auch nur ein Wolf im Schafspelz.
Aber wie ist er im Wald gelandet?
Und wo kommt er wirklich her?
Zusammen mit seinen Freunden begibt er sich auf eine abenteuerliche Suche …

Das Cover dieses Buches ist in einem sehr liebevollen Trick-Stil gehalten. Total süß, wenn ihr mich fragt. Wie da Ham den Mond anmääht. Ich war sofort ganz hin und weg. Dann der Klappentext, der mir mehr als nur ein kleines Schmunzeln entlockt hat. Das Versprechen auf ein tolles und witziges Tierabenteuer hängt in der Luft.
  Erster Satz - "Huuu-huuu", rief der Uhu hoch oben in seiner Eiche.

Ham war ein Wolf. Was auch sonst. Immerhin lebte er im Wald. Seine Mama Rhea war ein Wolf und seine Geschwister und Tanten und das ganze Rudel. Gut vielleicht war er etwas anders mit seinen komischen Pfoten, den falsch herumwachsenden Eckzähnen und dem wolligen Fell. Und vielleicht war er auch Vegetarier. . . aber er drohte regelmäßig Hase und Eichhörnchen, das er sie fressen würde. Und den Marder auch . . .
Aber warum kichern sie immer?
 "Wenn man nicht weiß, was es ist, ist es meistens eine Katze", fiebte eine anderre Maus ängstlich.
Als der Kuckuck dann die ganze Sache auffliegen lässt, steht für Ham eines fest. Er will seine Mutter finden. Denn nur so wird er erfahren, was er ist. Immerhin Frosch, Vogel, Wolf und Reh konnte er schon ausschließen. Und eine Katze war er auch nicht. Sonst währe er am Ende gar noch so hochmütig wie Madam Katze. Nein ... dann vielleicht eine Kuh? Oder eine Ziege?
Das Abenteuer beginnt!
Mit einem sehr schönen Stil, witzigem Geplänkel und einer fesselnden Handlung entführte mich dieses Kinderbuch in ein Abenteuer zwischen Freundschaft und Familie. Zusammen mit Ham erlebte ich dieses Abenteuer und konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Nicht nur wegen den süßen Charakteren, die hier und da mit ihrem leichtem Dialekt einfach zum Schmunzeln verlockten, nein auch wegen der Message, die das Buch dabei vermittelt. Über Freundschaft. Über Familie. Und das Selbige noch lange nicht beim Blut aufhört.
Die einzelnen Kapitel sind in einer guten Länge gehalten und eigenen sich so auch hervorragend dazu die Geschichte zu stückeln.
Ham machte es mir leicht ihn ins Herz zu schließen. Mit seiner fröhlichen Art, seinem kindlich-naivem Verhalten manchmal und der puren Liebenswürdigkeit, mit der er seiner Umgebung begegnet. Dazu kommt besonders seine Wolfsschwester Feder, die ihren kleinen Bruder wirklich gerne hat, egal ob er nach seinem Bad im Flug lecker riecht oder nicht ;). Hierbei finde ich die Anfangsgeschichte ja so süß. Ob Ham jemals erfahren, wird das Feder der Grund für seinen Namen ist?
Aber auch die anderen Charaktere, von denen so einige im Verlauf des Buches auftauchen, sind wirklich etwas ganz eigenes. Sei es der freiheitsliebende Stier Quentin, die hochnäsige und doch liebenswerte Katze Madam Nobia, der Rehbock Flöckchen oder der Hund Pastor. Jeder hat seine eigene Art und manchmal steckt sogar mehr dahinter, als man auf den ersten Blick vermuten mag.

Ich liebe es, wenn Kinderbücher etwas vermitteln. Werte über Freundschaft, Ehrlichkeit, Treue und/oder Familie. Dieses Buch hier ist für mich noch einmal etwas ganz besonderes geworden. Den Ham wächst als Schaf in einem Wolfsrudel auf. Wird adoptiert von jenen, die ihn wohl eigentlich nur zum Fressen gern haben müssten. Er lebt und liebt diese doch etwas anders geartete Familie. Als er dann erfährt das er selber kein Wolf ist begibt er sich zwar auf die Suche nach seiner richtigen Mutter, doch Rhea, wird trotzdem immer seine Mutter bleiben.
Familie hört eben nicht beim Blut auf.
Und genau das zeigt dieses Buch in meinen Augen sehr deutlich. Das man seine Wurzeln kennen möchte ist absolut verständlich. Doch wo das eigene Herz zu Hause ist, sollte man auch nicht vergessen. Selbst wenn das Leben auf der anderen Seite des Zaunes vielleicht leichter wäre. Genau vor dieser Wahl wird Ham gestellt.
Das wilde MÄÄÄH ist ein wunderbares Buch bei dem ich großen Spaß hatte. Diese Suche nach seinen Wurzeln, ohne aber sein anderes Leben zu verfluchen oder ihnen gar Vorhaltungen a la "Warum hast du es mir nicht gesagt" zu machen. All das fällt weg. Allerdings sagt Rhea zu ihrem Kind einmal folgendes.

"Du bist ein Wolf. Was du davor warst, weiß ich nicht."

Ich fand es unglaublich rührend wie Rhea mit diesen paar Worten zweifelsfrei klarstellte das Hamm zu 100%, ohne Wenn und Aber, zu ihrer Familie zählte. Egal was er war.  
Ein herrliches Kinderbuch für schöne Stunden, bei dem die Autorin besonders viel Wert auf die Aussage der Geschichte und die Charaktere gelegt hat.
Das verdient sich 6 von 6 möglichen Krümeltörtchen. Und nun heißt es hoffen das Band zwei nicht so lange auf sich warten lässt. ;)