Samstag, 28. Dezember 2013

Haus der Vampire - Verfolgt bis aufs Blut

Titel: Haus der Vampire - Verfolgt bis aufs Blut (Band 1)
englischer Titel: Glass Houses
Reihe: Ja (Morganville Vampires-Buchserie umfast bisher 10 
ins Deutsche übersetzte Bände. 11-15 sind leider nur in Englisch erhältlich.)
Sprache: Deutsch
Autor: Rachel Caine
Verlag: Arena
ISBN: 978-3-401-06360-7
Preis: 12,95 $ (D) Lightcover
Seiten: 309
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Erschienen: 1.01.2009
Leseprobe 

"Nicht übel", sagte sie schließlich. "Zumindest hast du die Oh-my-God-Soße dieses Mal weggelassen."
"Ich habe eine Ladung davon gemacht", sagte Shane. "Sie steht im Kühlschrank und trägt einen Aufkleber mit "Umweltgefährdend", es gibt also nichts zu meckern, wenn du in Flammen stehst."


Claire ist neu auf dem College in Morganville, und die schöne Monica macht ihr das Leben zur Hölle. So schlimm, dass Claire vom Campus in eine WG in der Stadt zieht. Sie weiß allerdings nicht recht, was sie von ihren Mitbewohnern halten soll. Zwei ziemlich gut aussehende Jungs- Michael, der immer nur nachts auftaucht, und Shane, der Clare besser gefällt, als sie sich eingestehen möchte. Und Eve, ein Gothic Girl, die total verrückte Sachen erzählt, von Vampiren! So ein Quatsch ...?

Das Cover hat mich vom erstem Moment .... nicht sonderlich vom Hocker gerissen. Viel schwarz, ein für mich sehr seltsam belichtetes Bild und gut, die Pflanzenornamente in rot sind schön. Aber das Foto ... Damit kann ich mich leider nicht sonderlich erwärmen.
Mehr Glück mit dem Cover hatten jene die es englisch lesen. Hier mal ein kleiner Blick auf das was der Arena Verlag uns leider vorenthalten hat.

Wirklich, bei diesem Cover gerät man doch einfach in die Versuchung es haben zu wollen. Vielleicht lese ich es mal in Englisch, wenn es mal zu einem Spottpreis auf dem nächstem Flohmarkt zu finden ist. Wunderschön auf jeden Fall! Auch wenn man Cover ja nicht vergleichen darf. ;3


Willkommen in der beschaulichen Stadt Morganville. Hier gibt es alles von der Uni, über Studentencafés und natürlich räuberische Blutsauger die zufälliger weise auch das Geschick der ganzen Stadt bestimmen. Denen alles gehört vom Telefonanbieter bis zur Post.
Willkommen in Morganville. Du wirst diese Stadt nicht mehr verlassen wollen ... und wenn doch? Nun ...  weit wirst du nicht kommen ...
Das erfährt bald auch die neue College Studentin Clarie. Und anders als glitzernde -Nein-ich-liebe-dich-doch-so-und-bin-ein-total-blutrünstiges-Monster- Vampire, hält Morganvilles First Class Elite wenig von vegetarischem Soja-Blut.

"Bist du sicher; dass er kein Vampir ist?", sagte Claire. "Ich habe welche in Filmen gesehen. Die sind ganz clever." Sie wollte nur einen Witz machen. Eve lachte nicht.
"Oh, ziemlich sicher. Erstens isst er Shances Chili, das weiß Gott genug Knoblauch enthält, um ein ganzes Dutzend hochkarätige Draculas zur Explosion zu bringen. Und zweitens habe ich ihn einmal dazu gezwungen, ein Kreuz zu berühren."

Wie um der Sache noch eines drauf zu setzen macht sie sich auch noch die schöne Monica zur Feindin und wird fast von ihr und ihrer Clique umgebracht. Hals über Kopf flieht sie aus dem Wohnheim und beschließt sich eine neue Bleibe zu suchen. So landet sie mehr schlecht als recht im Glass House. Das dessen Bewohner jedoch etwas irre sind und an diesen Vampirquatsch glauben, konnte Clarie noch hinnehmen ... bis sie im Studentencafé erkennen muss das es kein Quatsch war ...
Und ehe sie sich noch richtig orientieren kann, muss sie auch schon ein geheimnisvolles Vampirbuch finden um ihren neuen Freund Shane zu retten ...

Sprachlich befindet sich das Buch in einem gutem Niveau. Es ist jetzt weder so schlecht das man bei jedem Satz die Grammatik korrigiert, noch so gut das man sich überlegt ob die Buchstaben vielleicht von einer höheren Macht entsandt wurden oder die Autorin goldene Hände hat. Es ist eher sehr guter durchschnitt.
Da viel aus der Sicht von Clary, in 3 Person Singular, erzählt wird, bekommt man gut ihre Gefühle und Gedanken mit.
Die Sprache an sich ist natürlich Jugendlich gehalten. Das einzige was etwas stört ist das gefühlte hundertste wow, das dann nicht mehr ganz so wow war wie die ersten 50 ...
Aber alles im allen kann man es gut runterlesen.
Ein Pluspunkt ist auf jeden Fall das ältere Charakter auch sich Sprachlich auf einem derartigem Niveau bewegen.

Ein Genie, ein Rebell, ein geheimnisvoller Typ der nur Nachts aufkreuzt und eine Goth ... 
Es klingt wie der beginn eines Witzes und ist doch die Kunterbunte Zusammenstellung die uns Rachel Caine in ihrem Glass House serviert. Dabei macht sie es es dem Leser gleichzeitig so einfach sich mit den doch sehr unterschiedlichen Charakteren zu identifizieren.
Ob es die vier Freunde sind oder die Oberzicke Monica ist, alle sind sehr liebevoll ausgearbeitet und überzeugen in ihrem Charakter.
Einziger Kritikpunkt ist in meinen Augen, dass man den Eindruck hat Clarie würde teilweise absichtlich und ohne ihr kluges Köpfchen einmal zu benutzen in die nächstbeste Gefahr rennen ...
Rachel Caine präsentiert uns mit dem erstem Band ihrer Vampirreihe nichts neues, dafür aber viel bekanntes wundervoll verpackt. Besonders nach dem Hip mit den Schmusevampiren war es mal angenehm wieder Zähnezeigende Vamps vor Augen zu haben. Allerdings lässt uns Frau Caine nicht so einfach in schwarz und weiß trennen. Denn hier und da tauchen Vampire und Menschen auf, die auf der zarten Grenzen zwischen gut und Böse zu blanchieren scheinen. 
Wer ist diese Amelie?
Warum hat Oliver so eine Macht über die Vampire? Wo er doch ein einfacher Cafébesitzer ist?
Und ....
Die Liste ließe sich noch um Längen erweitern. Dann auch noch die Brösel aus der Vergangenheit der vier Wg-Bewohner.
Der wirkliche rote Faden baut sich jedoch erst im letzten drittel wirklich auf und es drängte sich mir der Gedanke auf, dass es wie eine Charaktereinführung wirkt.
Was mir besonders gefallen hat war eigentlich die Nähe zur Realität. Soweit das eben in der Kombination mit Fantasy möglich ist ;) 
Ich hoffe das der zweite Band hält was das Ende des ersten verspricht.

letzter Satz - "Alle schrien, als das Messer heruntersauste,"


Das Haus der Vampire ist ein interessanter Auftakt einer neuen Vampirreihe der etwas weniger kuschligen Art. Hier glitzern die Vamps nicht im Sonnenlicht sondern schmoren noch so richtig darin, zeigen Zähne und sind in allem weit mehr Raub- als Kuscheltier.
Wobei die Autorin natürlich viel Wert darauf legt uns in Versuchung zu fühlen es Clarie nach zu tun und alle auf die böse Seite zu schieben. Aber ist diese Trennung so einfach möglich?
Etwas Punktabzug gibt es da die Geschichte schon etwas braucht um ihren Weg zu finden. Anfangs ist recht viel Daily life, da kann nicht einmal die liebreizende Monica etwas ändern. Aber dann geht es plötzlich los und ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Gott sei Dank hatte ich Band zwei schon griffbereit! Denn der Cliffhanger ist im wahrstem Sinne des Wortes Mörderisch ...
Dieses Buch hat es mir diesmal wirklich schwer gemacht eine Bewertung abzugeben. 
Einerseits war der Einstieg recht "normal" und andererseits Kippte es so plötzlich zu -Oh-mein-Gott-ich-kann-nicht-aufhören-zu-lesen-. Und besonders dann das Ende ...
Kurz, nach langem Grübeln habe ich beschlossen dieses Buch als Einführung in die Reihe zu sehen. Das Ende versprach viel und ich bin gespannt ob die Autorin dieses Versprechen auch halten kann.



Ich vergebe eine Punktzahl von 4 bis 5 Krümeltörtchen. Empfehlen kann ich das erste Band also durchaus mit ruhigem Gewissen. 

(Kleine Vorschau: Jetzt nach den ersten Seiten des zweiten Bandes bin ich froh diese Bewertung so vergeben zu haben. Kein Vergleich zum ersten. Der rote Faden ist sofort spürbar und so plötzlich wie Gewalt und Blut, sowie eine neue Vielzahl an Geheimnissen, auftauchen kann man gar nicht lesen.)

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