Freitag, 11. März 2016

Royal passion

Titel: Royal passion
englischer Titel: The Stormglass Protocol
Reihe: Ja - Band 1 der - Royal - Buchreihe
Sprache: Deutsch
Autor: Geneva Lee
Verlag: blanvalet
ISBN: 978-3-7341-0283-7
Preis: 12,99 $ (D) Broschur
Seiten: 430
empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Erschienen: 18. Januar 2016
Das er hier ungeniert rauchte, verriet seinen mangelnden Respekt vor Vorschriften. Oder vor Menschen.
Auf ihrer Abschlussfeier an der Oxford University trifft Clara Bishop auf einen attraktiven Fremden. Ohne Vorwarnung zieht er sie an sich, küsst sie leidenschaftlich und verschwindet. Clara hat keine Ahnung, wer der Unbekannte ist – bis ein Bild von ihnen beiden in der Zeitung auftaucht: Ihr heißer Flirt ist Prinz Alexander von Cambridge, Thronfolger von England, königlicher Bad Boy …

Das Cover sieht mit dem Silber, den geschwungenen Elementen, die mich an Teile eines Wappens erinnern, und der tollen Schriftwahl schon ziemlich edel aus. Und das, obgleich es absolut nicht überladen wirkt. Vielleicht durch das Silber sogar ein wenig kühl. Ja man könnte fast sagen dass das Cover die Königsfamilie mit ihrem kalten, bissigem und veraltetem Auftreten widerspiegelt. Zumindest ist das meine Meinung, wo ich nun das Buch beendet habe. Gewollt oder Zufall? Wie auch immer. Ein Hingucker ist es allemal.

Erster Satz - Das Champagnerglas in der Hans, ließ ich den Blick durch den opulent ausgestatteten Rauchersalon schweifen. 
Clara fand die Abschlussparty, auf der Oxford University eher langweilig als entspannt. Und auch so recht Stimmung wollte nicht aufkommen. Vielleicht auch, weil ihre Beste Freundin sich in den Kopf gesetzt hatte, sie mit ihrem Bruder zu verkuppeln. Auf der Suche nach ein bisschen Ruhe entfernt sie sich und trifft ihn. Und irgendwo, da war sich Clara sicher, hatte sie ihn schon mal gesehen.
Ein Student vielleicht?
Ein paar Worte. Dann ein Kuss, der sie Sterne sehen sah.
Wer er war, erfuhr sie am nächsten Tag aus den Zeitungen.  
Prinz Alexander von Cambridge. 
Thronfolger von England.  

Sie schob mir eines der Klatschblätterzu, auf dessen Titelseite ein Foto von zwei küsseden Gestalten zu sehen war. Ich hob eine Braue, worauf sie mir einezweite Zeitung zuschob. Dieses Foto war klarer, trotzdem dauerte es einen Moment, bis der Groschen fiel. 

Für die Presse ein gefundenes Fressen. Gierig stürzen sie sich auf die vermeidliche Freundin des Prinzen und beginnen wie die Aasgeier, in ihrer Vergangenheit zu wühlen. Und sie werden fündig. Wie gut dabei, dass Alexander sich schützend vor sich stellt. Doch schnell merkt auch Clara, dass hinter seinem Lächeln viel Dunkelheit steckt.
Der Stil des Buches ist schön flüssig und lässt die Seiten nur so vergehen. Und auch wenn Alex ein gewisses Fabel für das F-Wort hat, so hält sich das Buch hingegen mit Kraftausdrücken fast bis zur Gänze zurück. So konnte ich ihm das gut verzeihen.
Etwas anderes, was mir ebenfalls sehr positiv aufgefallen war, ist die Tatsache das dieses Buch, trotz der gerne mal voller Klischees steckende Genre, eine Story besaß. Und zwar so eine, die über das Hin und Her des Paars hinausgeht und so also auch diese Bezeichnung verdient. All das zusammen mit dem Realismus den die Geier - ich meinte natürlich die Reporter mit bringen, macht es das Buch schön spannend. Auch Längen konnte ich keine entdecken. 

Gleich hier als erstes ziehe ich mal Alexander ins Rampenlicht und muss als erstes verlauten lassen,d as ich diese Bad-Boy Bezeichnung gerade im Hinblick auf ihn ziemlich unpassend finde. Oder meine Definition eines Bad-Boys ist ein wenig anders. Alex ist einfach . . . ja er ist süß. Vielleicht ein wenig dominant aber weder übermäßig launisch noch gemein. Eigentlich ist er sogar ziemlich Chamant, unsicher und gleichzeitig sehr beschützerisch. Das klingt für mich einfach nicht wie ein Bad-Boy. Außer man schenkte all dem Mist, welche die Presse über ihn erzählt Glauben. Und genau das sagt Alexander in einer Szene auch. Das man nicht alles Glauben darf, was man liest. Und recht damit hat er auf jeden Fall.
Clara ist auch anders als diese gerne mal nur herumheulenden Charas die man so in Büchern dieser Genre trifft. Sie ist sogar sehr Stark, hatte selbst schon mit ihren Dämonen zu ringen und bleibt sich das ganze Buch über treu, ohne das ich den Eindruck hatte, das sie ihr ganzes Leben für ihren Prinzen aufgibt. Fand ich toll. Auch der zarte Umgang mit ihrem "Geheimnis" (Man will ja nicht Spoilern) fand ich sehr schön sanft von der Autorin ausgearbeitet.
Die Nebencharaktere haben mir auch einige Freude (oder Hassgedanken) gebracht. ^^ So mag ich Alexanders Bruder sehr gerne und finde die Idee einer Nebenhandlung toll. 

In diesem Buch zeigt Geneva Lee sehr gut, das eben auch Erotische-Romane eine Handlung besitzen können. Und dazu meiner Meinung eine, die auch manch einen Roman abhängen kann. Da hätte es nicht einmal geschadet, wenn die beiden hier und da vielleicht doch einfach die Finger voneinander gelassen hätten. Vielleicht hätte es sogar manche Szene runder gemacht.
Um bei den erotischen Szenen zu bleiben, war ich froh das diese sich in einem guten Maß Bewegten, ohne einfach lächerlich oder diskriminierend zu wirken. Zudem merkte man das eben ein Band zwischen ihr und Alexander bestand, sie beide aber noch Angst hatten es wahr zu haben. 
Sprich also, wir haben hier eine Entwicklung. Storytechnisch wie auch charakterlich.! Gibt es etwas besseres um ein Buch abzurunden?
 Das Buch mag zwar hier und da Schwächen haben, aber die empfand ich nicht schlimm genug um das Lesevergnügen zu schmälern. Ganz im Gegenteil, es hat mich sogar überrascht. Und das sogar sehr positiv.
5 von 6 Krümeltörtchen für eine wirkliche Überraschung. Romantische Erste Gefühle unter Blitzlichtgewitter und Vergangenheit. Eine Reihe die ich definitiv weiterverfolgen werde.



Kommentare:

  1. Huhu Ruby :)
    Bei rumheulenden Charas aus dem Genre musste ich gleich an Tessa aus der After Reihr denken XD
    Bin auch gespannt auf Band 2.
    Liebe Grüße Tanja

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    1. Hallo Weini,

      komisch XD an Tessa dachte ich auch als ich diese Worte geschrieben habe XD Ich fand das Mädel ja - nett gesagt - anstrengend.

      Tintengrüße von der Ruby

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