Montag, 23. März 2015

Lesung - Arno Geiger "Selbstporträt mit Flusspferd"

Letzte Woche war die Lesung von Arno Geiger in der Buchhandlung Osiander und nachdem ich von einigen Stellen schon gehört, hatte das er einen netten Witz in seinen Bücher hatte, welche ernste Themen einfach nicht so staubig machte, und mich das auch von der Leseprobe her durchaus angesprochen hat, habe ich mich richtig darauf gefreut. Mir ging es natürlich nicht alleine so. Viele andere strömten in den Laden und suchten sich schon mal einen guten Platz.

Habt ihr das Buch selber eigentlich schon mal gesehen? Ich muss sagen, es sieht schon interessant aus und ich mit diesem Cover auch garantiert ein Hingucker. :)

Klappentext

Wie fühlt es sich an, heute jung zu sein? Arno Geiger erzählt von Julian, einem Studenten der Veterinärmedizin, der seine erste Trennung erlebt und erstaunt ist, wie viel Unordnung so eine Trennung schafft. Um die Unordnung ein wenig zu lindern, übernimmt er bei Professor Beham die Pflege eines Zwergflusspferds, das bald den Rhythmus des Sommers bestimmt: es isst, gähnt, taucht und stinkt. Julian verliebt sich in Aiko, die Tochter des Professors, verfolgt beunruhigt, wie täglich Schockwellen von Katastrophen um den Erdball fluten und durchlebt eine Zeit des Umbruchs und Neuanfangs. Ein Roman über die Suche nach einem Platz in der Welt.



Dann saßen auch die Letzten. Der Autor betrat die kleine Bühne, der Filialleiter begrüßte alle und schon ging es los mit dem ersten gelesen Kapitel und es war . . . so ungeheuer schrecklich monoton vorgelesen, dass ich es stellenweise nicht mehr wirklich ernst nehmen konnte. Besonders an den stellen, an welchen der Charakter unheimlich emotional war, ging das leider gar nicht. Zumindest wenn es nach mir ging. Stellt euch einfach vor jemand liest "Und plötzlich wurde er ungeheuer wütend und schrie ..." fast komplett ohne Betonung oder leben in der Stimme vor.
Ein No-Go! Gerade beim gelesenen Wort in dem das ganze Buch davon entweder steigen oder Fallen kann.
Hier kann ich den Jungen der inmitten der Lesung eingeschlafen war sogar richtig verstehen.


Viel  gesagt hatte der Autor zwischendrin zu seinem Buch leider auch nicht. Er lass ein Kapitel, erzählte vielleicht 3 bis 5 Minuten (höchstens!) etwas dazu und lass dann Kapitel zwei, wieder kurz etwas sagen, dann ein Kapitel von weiter hinten und zwei Fragen. Dann ging es schon zum Signieren.

Für mich leider nicht die beste Lesung bei dir ich bisher war und die Lust aufs Buch ist irgendwie mit entschwunden. Schade, wirklich.


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