Sonntag, 3. September 2017

Die schwarze Quelle

Titel: Die schwarze Quelle
Reihe: Nein - Einzelband
Sprache: Deutsch
Autor: Susanne Gavenis
Verlag: Indie-Autor
 Genre: Fantasy
ISBN: 978-3-741842726
Preis: 2,99 $ (D) E-Book
Seiten: 606
empfohlenes Alter: ab 15 Jahren
Erschienen: 15 Juni 2017


"Du willst dem Ruf folgen?"
Vian sah sie ernst an. "Ich denke nicht, dass ich eine Wahl habe. Die Träume werden immer drangender. Außerdem ist dies die letzte Gelegenheit. Wenn wir erst im Düsterwald sind . . ."
Er ist der letzte der Vocairu – der Dunkelelfen. Verborgen im Schatten, sinnt er auf Rache an den fünf Elfenclans, die die Vocairu einst bezwangen und ihre Pläne zunichtemachten. Mit Hilfe der finsteren Magie seiner schwarzen Quelle sät er Hass und Zwietracht unter den Führern der Clans, um die Elfenvölker gegeneinander aufzuhetzen und in einen blutigen Krieg zu treiben.
Auch Vian, ein junger Mann vom Clan der Feuerelfen, wird von dem Vocairu in sein erbarmungsloses Spiel hineingezwungen – ein Spiel, bei dem jeder Zug seines Gegners tödlich ist. Wird es Vian gelingen, den Schleier aus Lug und Täuschung zu zerreißen und den Vocairu aufzuhalten, oder wird er im Mahlstrom des unerbittlich heraufziehenden Krieges untergehen?
Das Cover finde ich toll. Es hat eine düstere Grundstimmung, die perfekt zum bösen Kern unseres Gegenspielers passt. Das einzige was mich etwas stört, ist die gewählte Schriftart für Titel und Autorenname. Es passt nicht so gut zum Hintergrund. Denn wo dieser lebendig und bewegt ist, ist mir die Schrift zu statisch.


Erster Satz - Die beiden Elfen wehrten sich verbissen, doch gegen die widernatürliche Kraft der seelenlosen Diener, die Balarot ausgeschickt hatte, um die zwei herzuschaffen, konnten sie nichts ausrichten.
Der letzte der Vocairu hat nur ein Ziel. Sich für die Gefangenschaft im Düsterwald zu rächen. Das er dabei für seinen Plan nicht einmal körperlich anwesend sein muss, spielt Balarot in die Hände. Und so sät er Zwietracht und Hass unter Völkern und Geschwistern gleichermaßen. Auch der junge Elf Vian und die Elfin Lerith werden in sein düsteres spiel mit hineingezogen. Und ehe sie sich versehen steht alles auf dem Spiel.

Nach dem ich mich die ersten Seiten etwas an die durchaus sehr langen Sätze gewöhnen musste. Bald verlief sich dieses Gefühl des Stolperns aber. Entweder weil ich mich daran gewöhnt hatte oder weil die Sätze anfingen eine angenehmere Länge zu bekommen. Vielleicht auch beides. Dann konnte man das ganze gut herunter lesen.
Der Hacken daran ist jedoch diese Langwierigkeit der Handlung gewesen. Nach 200 Seiten machte sich in mir eine gewisse Ungeduld breit, wann es denn nun endlich mal anfing. Nach 300, nach 400. Aber bis auf sehr sehr viel Daily life der Elfenclans und die große Frage ob Vian wieder einmal zusammengeschlagen wurde, war da nichts. Und wenn man 400 Seiten fast in exakt 4 Sätzen zusammenfassen kann, ist mir das eindeutig zu wenig. Der Finale Kampf war dann auch nicht das, was es wieder herausgerissen hat. Er ging zu schnell und für einen echt heftigen super vorbereiteten Feind, war mir Balarot zu schnell besiegt.

 Vian ist toll! Ein sehr gut aufgebauter Charakter, der unter dem Tod seiner Mutter sehr leidet und diese Schuldgefühle nicht bezwingen kann. Dazu beiträgt auch sein Bruder, der ihm jeden Tag das Leben zu Hölle macht. Das Vian dennoch so voller Mitgefühl und Sanftmut ist, ist erstaunlich und passt irgendwie zu dem kleinen Kerl.
Dann haben wir Lerith. Auch sie leidet unter ihrem Bruder und versucht ihrer Familie aus dem Weg zu gehen. wo sie kann. Ihr Charakter doppelt sich in so vielen Aspekten mit Vians. Was irgendwie sehr schade ist. Man hätte beide auch mehr voneinander abheben können.
Der später auftauchende Asaren hat mir dann aber wieder sehr gut gefallen. Er hat so eine tolle Art an sich, die mich beim Lesen schnell für ihn eingenommen hat. Es geht also auch mal ohne Brüder die alle Schikanieren. *lacht*

Leider waren die Geschwister unserer beiden Helden sich wieder viel zu ähnlich. Caysim und Vasson waren sehr austauschbar in ihrem Handeln. Und als Caysim dann am Ende so komplett fast schon unterwürfig waren, war das leider für mich etwas zu viel des guten. Happy Happy Endings passen einfach nicht immer.

Dieses Buch hat es mir nicht leicht gemacht. Einerseits der angenehme Stil und das Warten darauf das endlich mal etwas passiert, was dann nicht eintraf. Das war wirklich frustrierend. Dann Charaktere mit Potenzial, gerade bei Vian und doch wieder Dopplungen. Dann ein Feind, der groß aufgebaut wurde, und dann wieder ein so lachhafter Kampf, der mich an meine Enttäuschung im Finalen Harry Potter Band erinnerte.
Das Vian dann auch noch zu einer sehr praktischen zeit neue Magie bekommen hat, war mir zu viel Zufall. Ach es ist wirklich nicht einfach. Auch das es noch dem Kampf wieder so langweilig wurde. Dabei sollte man mich nicht falsch verstehen. Ich liebe auch eher ruhigere Fantasy. Auch "Der dunkle Thron" ist kein lautes Buch, aber da passiert zumindest etwas. Hier viel zu lange nicht wirklich etwas. Oder immer dasselbe.
Für mich hatte die Story mehr Potenzial gehabt als sie ausgeschöpft wurde. Dem entgegen steht der tolle Charakter von Vian und Asaren, sowie der angenehme Stil. 
 3 von 6 Krümeltörtchen ergaunert sich "Die schwarze Quelle"

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen