Freitag, 28. März 2014

Black Dagger (1) - Nachtjagd

Titel: Black Dagger(1) - Nachtjagd
englischer Titel: Dark Lover
Reihe: Ja - 1Band der Black Dagger - Buchreihe
Sprache: Deutsch
Autor: J.R. Ward
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-53271-7
Preis: 7,95 $ (D) Taschenbuch
Seiten: 268
empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Erschienen: 2.Mai 2007
 Sie nahm den Hörer ab und schaffte es ,dabei den Kater im gleichem Rythmus weiterzutätscheln. Jahre des Zusammenlebens mit Boo hatten ihre Kater-Telefon-Koordination vervollkommnet.


Sie sind eine der geheimnisvollsten Bruderschaften die je gegründet wurde:
die Gemeinschaft der BLACK DAGGER. Und sie schweben in tödlicher Gefahr: Denn die BLACK DAGGER sind die letzten Vampire auf Erden und nach jahrhunderterlanger Jagd sind ihnen ihre Feinde gefährlich nahe gekommen. Doch Wrath, der ruhelose, attraktive Anführer der BLACK DAGGER, weiß sich mit allen Mitteln zu wehren...
Alles an diesem Cover schreit doch geradezu nach einem Vampir-Roman. Davonfliegende Fledermausschwärme, eine seltsame Stimmung, welche durch eine interessante Farbgebung in orange hervorgerufen wurde.
Was mir ja wirklich gefällt ist, dass hier einmal Abstand von, der leider sehr oft vorkommenden Variante, halb nackten Personen genommen wurde.Das gibt dem Buch gleich einen ganz anderen Blick.

Natürlich werfen wir auch mal einen Blick auf die amerikanischen Varianten. Den, wo dem deutschem Leser ein Cover zur Auswahl genügen muss, haben es die englisch lesenden Fans weitaus einfacher. Die Auswahl ist wirklich recht groß.

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Wie ihr sehr herrscht hier gerade das rot sehr vor. Ich muss aber gestehen, dass ich ganz zufrieden bin mit unserer einen Covervariante. Die englischen sind da nicht wirklich mein Fall.
Erster Satz - Darius sah sich im Club um und betrachtete das Gewimmel der halbnackten Menschen auf der Tanzfläche.

Beth Leben ist weder spannend noch weicht es groß von denen ihrer Mitmenschen ab. Täglich schleppt sie sich zu ihrem mehr als nur schlecht bezahltem Job und quält sich mit ihrem Chef herum. 
Diese Schmachtnummer war schon vor drei Jahren langweilig gewesen, dachte sie genervt. Ungefähr seitdem sie angefangen hatte, für ihn zu arbeiten.
Als sie jedoch durch ihre Kontakte im Polizeirevier an den Tatort eines ungewöhnlichen Mordes geführt wird, ahnt sie selber nicht wie nahe sie ihrer eigenen Vergangenheit damit gekommen ist.
Und wer ist dieser in Leder gekleidete Mann, der bei ihr auftaucht und geradezu nach Gefahr richt? Sollte sie ihm vertrauen? Und vor allen, kannte er wirklich ihren Vater?


 Das Buch berichtet aus der Sichtweise dreier Charaktere. 
Einmal der menschlichen Reporterin Beth, welche sich über vieles aus ihrer Vergangenheit im unklaren ist. Dann aus der Sicht des reinrassigen Vampirs Wrath, der mehr oder wenig der König der Vampirrasse ist. Und, was mir wirklich gut gefallen hat, aus der Sicht des Feindes Mister X. (Der heißt sogar wirklich so.)
Diese Wechsel ermöglichen es dem Leser sehr gute Einblicke auf alle Seiten. Ah .. Moment, wir haben ja noch einen vierten Erzählstrang. Der Polizist Butsch hat ja auch noch seine Auftritte, auch wenn er die meiste Zeit davon leicht verkatert ist...
Der Schreibstil ist gut, auch wenn ich mir mehr Spannung gewünscht hätte. Der Humor und die flotten Sprüche haben mir doch unweigerlich ein Schmunzeln entlockt.


Die Vielzahl an unterschiedlichen Personen erschlägt einen auf den ersten Blick wirklich. Recht schnell ist man aber dahinter gekommen, auch wenn die Informationen zu den Charakteren noch sehr Oberflächig gehalten sind. Gerne hätte ich besonders über Wrath mehr erfahren. Über den Tod seiner Eltern und so etwas eben. Betrachtet man aber dass die Reihe ja schon ziemlich Fortgeschritten ist, ich glaube 24 Bände sind es mitlerweile, ist es wohl anzunehmen das die Geheimnisse wirklich erst später nach und nach ans Licht kommen. Was ja auch nicht wirklich schlecht ist.



Ich bin ehrlich. Das Buch hier hat es mir nicht ganz so einfach gemacht es zu Bewerten. Dabei stört es mich eher weniger das Dark Lover eigentlich sowohl das Band Nachtjagd als auch Blutopfer im deutschen, in sich vereint hat. Der Verlag hat hier einfach aus einem Band zwei gemacht. Der Nutzen dahinter mag sich für mich nun nicht ganz erschließen. Wahrscheinlich liegt es hier einfach am lieben Geld.
Wie auch immer. Das offene Ende stört mich wie gesagt nicht. Klar ärgert man sich als Leser, wenn es mit einem Cliffhanger endet, hier ist er allerdings nicht so gewaltig, aber er macht auch Lust aufs nächste Band. Die Sprache ist okay, auch wenn ich mir für eine superalte Vampirrasse gerne auch eine etwas ältere Sprache, oder zumindest hier und da fallende Begrifflichkeiten, gewünscht hätte. Zumindest bei den ach so vornehmen Aristokraten. ;)
Die Idee und vor allen die Struktur der Gesellschaft der Black Dagger finde ich wirklich gut. Auch das Vampire mal nicht vor Knoblauch davonlaufen und Menschen an die Kehle springen, sie tun das lieber untereinander, finde ich interessant. Es ist einfach mal eine andere Auslegung des üblichen Vampirmythoses. Zwar erhält man im Buch nur einen kurzen Einblick in die Traditionen, und hier und da werden Worte erwähnt, die in ihrer richtigen Greifbarkeit dem Leser noch unerschlossen bleiben. Das steigert die Neugier. Das Glossar sei hier auch erwähnt. Es ist ziemlich interessant und erspart dem Autor im Buch selbst ständig sich wiederholende langwierige Erklärungen.
 Aber wie gesagt, es gibt auch Punktabzug. 
(Hier könnten nun Spoiler auftreten)
Was mich wirklich aufgeregt hatte, ist als Beth Warth dann trifft, verständlicherweise Angst hat und sie doch kaum zwei Seiten übereinander herfallen, ohne sich überhaupt wirklich richtig vorgestellt zu haben. Falls das romantisch oder erotisch sein soll, habe ich wohl was verpasst. Zumindest für mich als Leser braucht es da ehrlich gesagt einfach mehr. Erwähnt man hier noch mal kurz das sie kaum Stunden zuvor kurz vor einer Vergewaltigung stand, sinkt mein Verständnis hier wirklich in den Keller. 
Das der düstere Krieger durch seine, erste nebenbei erwähnt, Liebe zu Beth etwas weicher gibt, finde ich nicht schlecht. Menschen/Vampire können sich durchaus ändern. Etwas weniger triebgesteuert, und vor allen alles etwas langsamer, hätte dem Band hier aber auch nicht geschadet.


 Nach Langem überlegen, und der Tatsache das es eigentlich nur ein halber Band ist da Blutopfer noch dazugehört, habe ich mich entschieden Nachtjagd als einen einführenden Prolog zu sehen. Man läuft langsam in die Story hinein. Bekommt schon einmal die anderen Charaktere vorgestellt. Erfährt etwas über die Freunde als auch über die Struktur der Gesellschaft. Spannung fehlt mir hier allerdings noch einfach. 

4 von 6 möglichen Krümmeltörtchen erhält das Buch von mir für eine ausgefeilte Grundidee. Es hätten 5 sein können, wäre nicht diese überhetzte Romanze mit dabei gewesen. Trotz allem werde ich mir den zweiten Band ebenfalls zu Gemüte führen.

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