Sonntag, 18. Oktober 2015

Buch vs Film - City of Bones



Liest man ein Buch und es gibt den Film dazu, will man ihn - so ich - gerne sehen. Manche sind absolut genial umgesetzt wie Herr der Ringe, andere sind anders als das Buch aber trotzdem ein Highlight - wie Warm Bodies - und dann gibt es noch jene, welche in mir den Reiz wecken mich in meine Popcorntüte zu übergeben - wie beispielsweise Tintenherz oder Rubinrot.
 Da es mir dann aber doch nicht so gut gefallen hat, in der Buch-Rezi meine Meinung zum Film preiszugeben, dachte ich mir ich mache doch mal einen eigenständigen Post draus :)
Und Ta-Da! Hier ist er auch schon :)

Und da ja bald die Serie zu den Schattenjägern kommt, was passt da besser als sich mal denn Film etwas genauer anzusehen? ;)

Nun schauen wir uns aber mal den Film an.

http://img1.wikia.nocookie.net/__cb20131114161613/chronikenderschattenjaeger/de/images/e/e9/The-mortal-instruments-city-of-bones-2014-calendar.jpg vs http://s3-eu-west-1.amazonaws.com/cover.allsize.lovelybooks.de/City-of-Bones-9783401502601_xxl.jpg

Fangen wir doch gleich mal bei den Charakteren an. Man macht sich als Leser ja gerne mal ein Bild im Kopf und dann kommt ein Film und alles wird umgeworfen. Keine Angst, ich mecker jetzt nicht weil Jace Pony falsch gekämmt wurde - hatte er überhaupt einen gekämmten Pony? ^-^
Allerdings bin ich auch nicht wirklich zufrieden damit. Alec wirkt so schrecklich . . . alt . . .  Mit Isabell kann ich plötzlich gar nichts mehr anfangen. Siomon ist wenigstens so langweilig wie im Buch ^-^
Clary hat mich durchaus positiv überrascht. Sie nervte mich nur etwa halb so viel wie im Buch.

Und dann kam die Story. Natürlich weiß ich das es nicht geht ein dickes Buch 1 zu 1 in einen Film zu stecken. Gut Okay, damit kann ich leben. Aber hier haben die Produzenten anscheinend ihre Spickzettel mit der richtigen Reihenfolge durcheinandergebracht und sich dann nicht mehr die Mühe gemacht sie neu zu ordnen. Das zumindest wäre eine gute Erklärung, warum mein Kopf ständig Szenen neu Ordnen wollte. Ziemlich nervig. - . -
Das Vampirhotel und das Institut finde ich als Kulisse genial. Sehr stimmungsvoll, nur das mit diesem "Water-Gate?" Teil in der Bücherei habe ich nicht ganz verstanden. Haben die das schnell aus einem Sci-Fi-Film geklaut?


Dennoch kann das leider hier auch nicht über die Tatsache hinweggehen, das es unheimlich hektisch im Film wirkt. Es wird von einer Szene zur anderen gesprungen ohne kaum mal dieses kurzes Innehalten und in der Situation ankommen zu haben. Versteht mich nicht falsch, die Kämpfe, sind cool, aber alles zog dann doch in einer Geschwindigkeit an mir vorbei, wo ich mir dann gewünscht hätte, das es besser gewesen wäre einfach hier und da ne Szene zu streichen und somit etwas Ruhe reinzubringen, als alles Durcheinander zu würfeln, um möglichst vieles hintereinander abhacken zu können. Auch wären so einige Szenen unter Garantie viel Spektakulärer gewesen. Wie der mit dem Dämonenfürsten zum Beispiel.
Zum Ende hin vermischte sich dann Band 1 mit Band 2 und auch das Clarys Mutter, warum auch immer unbemerkt, im Keller rumschwebte, war mir ja wirklich ein Rätsel. Ich meine, wenn das die Bösen heutzutage als geheimes Versteck ansehen, sollte ich mir wohl angewöhnen regelmäßig in meinen zu schauen.

Nimmt man all das zusammen, ist es kein schlechter Film, solange man das Buch nicht kennt. Kennt man es jedoch, und hat es erst vielleicht kurz vorher gelesen, fallen einfach so viele durcheinander gewürfelte Szenen auf, dass es nicht mehr lustig ist. Klar die Besetzung ist immer Geschmackssache - aber Magnus war episch ^-^ - und darüber lässt sich streiten. Dazu kommen dann so Kleinigkeiten wie das die Stehle wie ein verdammter Zauberstab aussieht oder das Simon keine Ratte im Hotel war. Und vor allen, was mir seit dem ersten Moment in den Sinn kam, als ich den Film sah - Die Runen auf den Körpern der Schattenjäger sehen vielleicht lächerlich aus . . .



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