In dieser Woche ist ein wirklich toller Schmankerl in die Buchhandlungen geschneit. Das Finale des Demon Zyklus. Ach wie viele haben darauf gewartet. Und ja, es gab natürlich auch begeisterte Stimme, die nicht gerade begeistert waren, das der englische letzte Band in Deutsch nochmal geteilt wurde. Leider immer noch
ein Trend der einen ein wenig seufzen lässt. Aber gut. Das tut der
Geschichte natürlich keinen Abbruch und die armen Autoren müssen ja auch
essen. Wir Leser vergessen das ja zwischen ihren Zeilen manchmal zu
gerne. 😂😉
Buch: Die Stimmen des Abgrunds
Reihe:Band 6
Genre: Fantasy
Preis: 14,99 Euro- Broschur
Verlag: Heyne
Klappentext
Nach Das Leuchten der Magie ist Die Stimmen des Abgrunds der packende
zweite Teil des fünften Bandes von Peter V. Bretts Dämonensaga, der im
Original unter dem Titel The Core erschienen ist. Der letzte Krieg
zwischen Menschen und Dämonen steht unmittelbar bevor, und die einzige
Hoffnung der Menschheit ruht nun auf Arlen, seiner Frau Renna und seinem
Rivalen Jardir. Denn nur, wenn es ihnen gelingt, den Willen eines der
mächtigen Dämonenprinzen zu brechen und ihn zu zwingen, sie in den
Abgrund zu führen, werden sie die dort herangezüchtete Dämonenarmee
aufhalten können. Aber noch ist der Sieg gegen die Dämonen nur ein Traum
…
Habt ihr die Reihe schon gelesen? Ich muss ja gestehen, dass ich noch nicht so ganzzzz aktuell bin. Vielleicht sollte ich auch nochmal anfangen. *lacht* Seid ihr aktuell?
"I hope your bacon burns," Califer saif, muffled under the pan.
Sophie has the great misfortune of being the eldest of three daughters,
destined to fail miserably should she ever leave home to seek her fate.
But when she unwittingly attracts the ire of the Witch of the Waste,
Sophie finds herself under a horrid spell that transforms her into an
old lady. Her only chance at breaking it lies in the ever-moving castle
in the hills: the Wizard Howl's castle. To untangle the enchantment,
Sophie must handle the heartless Howl, strike a bargain with a fire
demon, and meet the Witch of the Waste head-on. Along the way, she
discovers that there's far more to Howl—and herself—than first meets the
eye.
Und hier habe ich für euch gleich noch mal den Klappentext des deutschen Buches rausgesucht. An das heranzukommen ist aber wirklich eine Mamutaufgabe,, außer ihr wollt unmengen an Geld dafür ausgeben. Ich verstehe ja einfach nicht, warum Carlsen das nicht einfach neu auflegt.
Was macht man, wenn man von einer Hexe in eine alte Frau verwandelt
wird? Sophie heuert kurzerhand bei dem berüchtigten Zauberer Howl als
Hausdame an und hat plötzlich alle Hände voll zu tun: Sie muss das
wandelnde Schloss in Schuss bringen, den Feuerdämon Calcifer bei Laune
halten und Howl daran hindern, ihrer Schwester das Herz zu brechen.
Dabei wollte sie doch nur ihre eigene Gestalt zurückerlangen ...
Viele von euch haben sicher vom Titel her den passenden Anime-Film im Kopf. "Das wandelnde Schloss" gehört auch zu meinen Lieblingsfilmen und ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich ihn schon gesehen habe. ♥ So wollte ich dann unbedingt mal die Buchvorlage in die Finger bekommen. Und diese gibt es neu nur noch auf Englisch. Für die gebrauchten Deutschen muss man dagegen ziemlich tief in die Tasche greifen. Ziemlich, ziemlich Tief sogar.
Aber dafür bekommt man eine Auswahl an Covern vor die Nase gesetzt, in der wohl jeder etwas findet. Und mal ehrlich, im Gegensatz zu unserem eher dürftigen Deutschen, ist das doch gleich viel besser.
Und ein paar in ganz anderen Sprechen gibt es auch noch. Alle ganz unterschiedlich. Wäre da für euch was dabei? Oder findet ihr vielleicht sogar unser deutsches am allerbesten?
Erster Satz - In the land of Ingary, where such things as seven-league boots and cloaks of invisibility really exist, it quite a misfortune to be born the eldest of three.
Sophie ist die älteste von drei Schwestern und das ist in ihrem Land nicht unbedingt ein super Los. Doch sie liebt ihre beiden Schwestern und kann sich mit diesem Schicksal arrangieren. Alles ändert sich jedoch, als die Hexe aus dem Niemandsland in ihren Laden kommt und sie verflucht. Sophie flieht in die Berge und trifft dort auf Howls
wandelndes Schloss. Und auch wenn der Zauberer ihr keinen sonderlich
warmen Empfang bereitete, beschließt sie erstmal dort zu bleiben. Schon
alleine weil der Feuerdämon Calcifer ihr in Aussicht stellt ihren Fluch zu brechen. Natürlich nicht ohne Gegenwert. Erst muss sie den Zauber brechen, der auf Calcifer und Howl liegt.
Gar nicht so einfach.
Besonders nicht, wennHowl hinter ihrer Schwester Lettie her ist.
Das Buch ist eher für jüngere Leser gemacht und das merkt man schon am
Stil und doch, ja doch bauen sich Stolperfallen durch das Buch und so
manche Szene, die man gelesen hat, bekommt plötzlich 50 Seiten vor Ende
ein komplett neues Gewand. Das hat mir wahnsinnig gut gefallen. Denn wo ich schon dachte das Howl schon mal etwas weniger Zeit im Bad verbringen könnte und was er denn für ein Zauberer ist das er nicht mal den verdammten Fluch bemerkt, änderte sich dann alles.
Auch wenn viele – wie ich auch – den Film lieben, so hat mir die Lektüre des Buches, obwohl beides tatsächlich zwei komplett verschiedene Sachen sind, vieles im Film dadurch runder gemacht.
"Go to bed, you fool," Calcifer said sleepily. "You´re drunk."
Wenn ihr beim Lesen des Buches zu sehr die Film-Charaktere im Kopf habt,
kann es gut sein das ihr enttäuscht werdet. Deswegen müsst ihr selbst
einen halben Schritt von der ganzen Sache weg machen und euch innerlich
auf eine eigene, neue Geschichte einstellen. Denn genau das ist es.
Das
merkt ihr schon an Sophie. Sie ist genauso lieb wie im Film, aber sie
erkennt auch im Verlauf des Buches, das sie magische Kräfte besitzt. Und
sie gibt Howl so manches Mal schön kontra. Und das braucht dieser leicht selbstverliebte Kerl wirklich manchmal.
Wo wir schon bei unserem Lieblingszauberer ist. Er ist ziemlich selbstverliebt, braucht zwei Stunden aufwärts im Bad und bekommt einen Trotz-Anfall, als
Sophie seine Zaubermittel durcheinanderbringt und er versehentlich
seine Haare färbt. Auch gerade am Anfang ist er so nur auf sich bezogen,
dass man den Eindruck hat, er bemerkt gar nicht das Sophie, da ist. ihre
Arbeit. Aber er verändert sich hin zum guten oder vielleicht zeigt er
auch mehr und mehr seine Guten geschweige denn Seiten und gerade zum
Ende muss man dann seine Meinung von ihm gänzlich revidieren.
"You care Sophie, and there´s no knowing what she´ll do when she´s scared. Come to think of it, you scare me too."
Und dann gibt es noch viele, viele andere. Wie Michael, Howls Lehrling, die Hexe aus dem Niemandsland, eine Vogelscheuche, den königlichen Zauberer Sulliman, der im Buch eher eine Randrolle einnimmt und auch ja, männlich ist. Dann noch Bekannte von Howl
und einen verzauberten Hund. Viele davon tauchen im Film auch wieder
nicht auf. Darum erwähnte ich ja, das Buch und Film hier jeweils
höchstens die erste Grundidee gemeinsam haben.
Buch und Film sind grundverschieden!
Das ist das erste was ihr wirklich wissen müsst. Im Buch herrscht kein Krieg und Howl hängt sich auch nicht dramatisch in Vogelgestalt an eine Bombe, um Sophie zu retten. (Ich liebe übrigens diese Szene ♥) Auch
hat er im Buch gar keine Vogelgestalt.
Die erste Grundidee das Sophie
verflucht wird und eben im Schloss landet, ist gleich, aber dann kaum noch etwas. Denn Sophie wird auch nicht verflucht, weil Howl sie dramatisch gerettet hat, sondern ...tja das darf ich euch nicht verraten. Aber man könnte es vielleicht als versehen bezeichnen. *lacht* Dafür steht die Hexe mehr im Vordergrund und das Verschwinden von Sulimann und dem Bruder des Königs. Ebenfalls mehr erfahren wir über das Geheimnis von Calcifer und Howls. Manche Dinge sind mir so auch im Film als viel logischer erschienen. Zum Beispiel auch wieso Howl nach dem Umzug genau an der gleichen Stelle wohnen, wo Sophie zuvor im Hutladen saß. Auch die Vogelscheuche und der Hund - der im Buche eine größere Bedeutung besitzt - werden für mich klarer.
Das Buch hat mir dennoch wahnsinnig gefallen und den Film liebe ich
sowieso heiß und innig. Für mich also auch in dem Aspekt eine Motivation
mal nach langer lannnnger
Zeit mal wieder etwas in Englisch zu lesen. Also abgesehen von
einzelnen Manga-Kapiteln. Für jemanden, der auch ein Buch zum
wiedereinstieg sucht, kann ich es also wirklich empfehlen. Und der
Aspekt das kleine Dinge am Ende großen Einfluss auf die Geschichte nehmen, macht die ganze Sache ziemlich spannend.
Für
mich hätte es lediglich noch ein wenig mehr Romantik sein können. Aber
das habe ich mir ja im Film auch gewünscht. Allerdings gibt es hier ja immerhin noch zwei weitere Bände.
Wenn ihr also wissen wollt, warum Calcifer gerade Sophie gefragt hat das Geheimnis zwischen ihm und Howl zu lüften, dann schnappt euch das Buch und findet es heraus.
6 von 6 Krümeltörtchen für die Vorlage für einen meiner Lieblingsfilme. Es ist zwar im Grunde ganz anders, aber dennoch etwas ganz besonderes.
Die Stimmung an Bord und in der Mannschaft ist schlecht, was aber sicher nicht nur daran liegt, dass man ihnen einen Kontrolleur aufs Schiff geschickt hat. Und dazu noch eine Frau. Seeleute sind abergläubisch, wie du weißt.. Und wer nicht bei Windstärke fünf ber eine Reling pinkeln kann, hat an Bord nichts verloren. Auf der Brücke habe ich tatsächlich zwei alte, verstaubte Scheren hinter der Steuerkonsole liegen sehen, was ja bekanntlich gegen Hexerei helfen soll. Tja, jetzt haben sie leider eine Hexe mit einem Doktortitel in Meeresbiologie an Bord. Da werden ihnen ihre Scheren nicht viel nützen.
Das Meer: Ursprung des Lebens.
Der Mensch: Ursprung der Zerstörung.
Ein Roman über Gut und Böse, über Leben und Tod.
Teresa, eine junge Fischerei-Beobachterin, verschwindet spurlos auf
hoher See. Sie sollte auf einem modernen Fischfang- und Gefrierschiff
die Einhaltung der EU-Vorschriften überwachen. Entsetzt ist nicht nur
ihr Ausbilder und Geliebter John Render von der GD-Mare in Brüssel.
Genauso am Boden zerstört und von Schuldgefühlen geplagt sind Ragna di
Melo und ihre Truppe von radikalen Umweltaktivisten, die eine
hochgefährliche Methode entwickelt haben, den skrupellosen Ausbeutern
der Meere das Geschäft zu verderben.
Als Ragnas Vater, ein schillernder Schweizer Lobbyist, Wind von den
Aktivitäten seiner Tochter bekommt, die auch seine eigenen
Geschäftsinteressen berühren, muss er handeln. Noch bevor das ganze
Ausmaß der Bedrohung nach Brüssel durchgesickert ist, reist er nach
Südostasien, wo Ragna sich versteckt halten soll. Er weiß, dass seine
Tochter niemals mit ihm sprechen wird. Daher heuert er den jungen
Dolmetscher Adrian an, der zu Schulzeiten eine leidenschaftliche Affäre
mit Ragna hatte – ohne ihn jedoch in die wahren Gründe einzuweihen …
Drei Männer auf einer verzweifelten Suche, zwei Frauen in Todesgefahr –
und zwischen ihnen der brutale Apparat der globalen Fischereimafia, eine
gleichgültige Öffentlichkeit und eine handlungsunfähige Politik.
Alleine dieses Cover ist wahnsinnig bedrückend. Ein blutrotes Meer. Ein
grauer, deprimierender Himmel. Man hätte wohl kaum ein besseres und
prägnanteres Cover auswählen können. Denn es passt das Geschehen des
Buches im Grunde genau zusammen. Es geht um ein blutendes, sterbendes Meer. Um die Fischmafia und Aktivisten, die wirklich ihr eigenes Leben riskieren, um endlich etwas zu verändern.
Erster Satz - Als sie die Augen öffnete, war alle schwarz.
Umweltaktivisten haben eine Alge so synthetisiert, dass sie damit
systematisch Fischchargen vergiften. Diese Alge sorgt nicht nur dafür
das die betreffenden Personen sich binnen kürzester Zeit in einer
Fischvergiftung wiederfinden, sondern das diese auch noch ihr Leben lang
an einem Nervenleiden erkranken, welches ihnen eine absolute
Fischunverträglichkeit beschert. Eine dieser Umweltaktivisten ist die
Teresa. Doch das Leben einer Kontrolleurin ist auf diesen
Fischkriegsschiffen wenig wert. Und als ihr tun bemerkt wird, schwebt
sie in tödlicher Gefahr. Ragnas
und ihre Truppe haben großes vor. Längst haben sie aufgegeben die
trägen Behörden vom Unrecht auf den Ozeanen zu überzeugen. Nun sind
härtere Maßnahmen gefragt. Doch das Verschwinden ihrer besten Freundin
lässt auch sie nicht kalt. Dabei wusste sie, was passieren kann, wenn
sie in die Finger der Fischmafia geraten. Doch nun haben sie eine Waffe
in der Hand, die allen Menschen eine biologische Grenze auferlegen kann.
Und das für Generationen . . .
Ragnas
Vater bekommt derweilen von Männern in hohen Positionen die Pistole auf
die Brust gesetzt. Er weiß, wenn sie seine Tochter finden, wird niemand
mehr etwas von ihr hören. Doch wie kann er sie finden? Seit Jahren ist
ihr Verhältnis eingefroren. Sie hasst ihn. Vielleicht aus gutem Grund.
Vielleicht kann ihm Adrian helfen?
Gleichzeitig versucht John Render - Theresas Freund - das
verbleib seiner Freundin aufzuklären und nicht im nichts bewegenden
Sumpf von Umwelttagungen zu ertrinken. Schon lange hat er aufgegeben
wirklich hier etwas bewegen zu können. Doch dann kommt auch er hinter
das Tun seiner Freundin. Was soll er jetzt tun?
Dieses Buch bleibt im Kopf. Nicht nur wegen den
sehr prägnanten Figuren, sondern auch wegen dem ganzen geschehen. Mit
einer eher schnörkellosen und nüchternen Sprache lässt er seine
Charaktere von Erlebnissen erzählen, die so vielleicht Fiktiv sind und
doch überall passieren. Sklavenhaltung auf Fischereischiffen,
verschiedenen Aktivisten oder Kontrolleure. Die Trägheit der Behörden
die nur immer mehr reden und reden und es passiert einfach nichts. So
kann es leicht passieren das sich die Sympathie leicht beginnt zu
verschieben und dann, genau wie ich, angefangen habe den Aktivisten mit
ihren drastischen Mitteln die Daumen zu drücken. Weil man so
schonungslos und ohne wegsehen zu können, durch Erzählungen und
Nebensätzen aufgezeigt bekommt welcher Mist auf unseren Meeren passiert.
Teilweise habe ich mich richtig geschämt. Einem werden die Augen
geöffnet und man erkennt die grauenvollen Machenschaften und ihre
weitreichenden Folgen.
Alles eingefasst in einen spannenden Thriller, bei dem es bald bei jedem Schritt um Leben und Tod geht.
Die Laune des Fischerei-Lapitäns wäre auch ohne meine Anwesenheit hier vermutlich nicht besser. Sie sind seit fünf Tagen unterwegs und die Fänge sind miserabel, 40% unter Soll, was mich wundert, denn sie verfügen über ein Arsenal an technischer Ausrüstung wie ein Flugzeugträger für elektonische Kriegsführung.
So wirklich viel kann ich über die Charaktere gar nicht sagen. Wir haben die überzeugten
Aktivisten, die Bosse der Fischindustrie und ein paar die erst mehr für
die Verbraucher sind und dann aber mehr und mehr abdriften. Und genau
so ergeht es auch dem Leser. Man ist mit ihnen zusammen schockiert und
beginnt sich für eine Seite zu entscheiden. Die Charaktere sind also im
Grunde gar nicht unbedingt so wichtig. Es wird nicht viel wert auf ihre
Geschichte gelegt, sie leben mehr im Hier und Jetzt und zeigen auf was schiefläuft. Dass
sie so die Geschichte tragen ohne das man das Gefühl entwickelt, das es
platt wird, ist ein Kunststück das der Autor wahnsinnig gut hinbekommt.
Denn im Grunde ist mir jetzt erst die wirkliche "Unwichtigkeit" der Charaktere bewusst geworden. Sie sind da, aber sie stehen eher am Rand der Bühne und Tragen das Große ganze.
Klasse.
Dieses Buch besitzt einen Sog, den man Sicht trotz, oder vielleicht
gerade wegen diesen ganzen Schrecken entziehen kann. Denn das was der
Autor einem hier aufzeigt, kommt doch eher viel zu selten bei uns an.
Die Zustände auf den Schiffen, die schrecklichen Arbeitsbedingungen mit
den schon Sklavenartigen Zuständen. Den Morden und den Tonnen an Beifang
die einfach so in Kauf genommen werden. Mit den vielen Leuten, die man
auf dem Meer nie mehr wiedersieht. Die Verschwinden.
Er
zeichnet ein Bild, das so nicht präsent genug bei uns ankommt. Nicht so
sehr wie eben beim Tierschutz auf dem Land. Ich zum Beispiel hatte
keine Ahnung davon das die Fangquoten jedes Jahr neu besprochen, die
Grenzen aufgezeigt und dann doch wieder viel viel
zu hoch angesetzt werden. Und dann denkt man, man macht es richtig und
kauft von zertifizierten Beständen, lässt sich von dem Wort "Nachhaltigkeit" Ködern und ahnt nicht, dass
man dadurch vielleicht doch illegal gefangen Fisch lauft und die ganze
Sache doch unterstützt. Und warum? Weil Schiffe ihre Ladung von
unregistrierten Schiffen bekommen die in Schutzgebieten Fischen die gar
nicht kontrolliert werden können. Und kommt es doch mal raus, sind die
Gesetze so schwammig, dass die Bosse ihre Leute binnen kürzester Zeit
freikaufen können.
Und dann dreht sich das Rad von neuen.
Dieses Buch ist großartig, es Schockiert und ja, das soll es auch. Das
will der Autor auch. Uns allem unsere Grenzen aufzeigen, die Gier der
Menschen nach immer und immer mehr. Nur das dieses Mehr unser Planet gar
nicht liefern kann. Das Tiefseebergbau der letzte Nagel in unserem Sarg
sein wird. Denn an den Stellen ist der Boden und das Leben tot.
Ich bin immer noch aufgewühlt und hoffe das bald jemand aus meinem Bekanntenkreis dieses Buch auch liest, weil man einfach darüber reden will. Muss. Es dafür sorgt, dass ich - auch
wenn ich keinen Fisch kaufen möchte auch mal mehr darauf achte. Tut es
auch mal. Schaut wie schrecklich wenige Produkte die Zeichen für
nachhaltigen Fischfang aufzeigen. Es ist erschreckend.
Dieses Buch bleibt im Kopf und die Bilder, die es gemalt hat, erst recht.
6 von 6 Krümeltörtchen für dieses aufrüttelnde Buch, was mir sehr sehr lange im Kopf bleiben wird.