Beim ersten Teil dieser Reihe haben wir uns die
Verlage mal angesehen.
Wie man dort gut sah, gibt es viele Vorteile, welche man wohl gerade auf
den ersten Blick sieht. Es spart halt Arbeit, gerade was Coverdesign und
co
angeht, man hat einen professionellen Lektor an seiner Seite und Leute
die sich mit der ganzen Materie auskennen. Doch es gibt auch Nachteile.
Einer der größten ist dabei natürlich das es extrem schwer ist überhaupt
dort weit genug aufzufallen um hereinzukommen.
Da haben es die Self-Publisher leichter, oder?
Zu Beginn schauen wir uns mal die Vor- bzw. Nachteile dieser Seite an.
Vorteile
+ jeder hat die Chance auf diesem Weg sein Buch zu veröffentlichen
+ Titel und Cover liegen genauso wie die Gestaltung des ganzen Buches in deiner Hand
+ der Großteil des Gewinns landet bei dir
+ keine Deadlines
+ Eure Reihe kann so lang oder kurz werden wie iht es wollt (Von keiner Planung anderer abhänig)
Nachteile
- alle Arbeit landet bei dir. Und das kann bei Lektorat Cover-Design schon mal Nerven kosten
- Marketingmaßnahmen liegt bei dir
- Buchhandlungen werden nicht erreicht
- auch ohne Deadline muss man am Ball bleiben!
Ähnlich wie schon bei den Verlagen hält sich das Pro und Contra die
Wage. Es kommt auch viel auf den Typ an, der man ist, denke ich
zumindest. Die Arbeit bei einem Verlag ist mit Sicherheit viel bequemer.
Dort muss man "nur"
schreiben, bei dem anderen hängt noch der ansonsten wegfallende
Rattenschwanz mit dran. Dafür ist es aber wesentlich leichter
hereinzukommen. Spielend einfach sogar, solange man sich für einen "Vertreiber" entschieden hat.
Aber was hängt so alles dran? An was muss man alles denken?
Genau in dieser Situation stecke ich gerade. Nachdem ich das gesamte letzte Jahr damit verbracht habe Verlage und Agenten anzuschreiben und - im günstigsten Fall - nach
Monaten eine Absage bekommen habe, habe ich beschlossen es eher auf
diese Weise zu versuchen. Diese Entscheidung zu treffen war das
einfachste an dieser ganzen Geschichte. Glaubt mir, wenn ihr auch gerade
an diesem Punkt seid, erwartet euch noch so einiges an Arbeit.
Denn ehe ihr eurer Buch auf die Menschheit loslassen dürft, gibt es einiges zu bedenken.
1. Lektorat
Wo
der Verlag das an jemanden weiterreicht, bleibt die Arbeit hier an euch
und ein paar sehr, sehr netten Menschen hängen, ohne die man es fast
vergessen kann. Die Betaleser. Ihr könnt sie in Foren und Gruppe bei FB
zum Beispiel finden und solltet ihnen dankbar sein. Denn sie gehen euren
Text durch und markieren Rechtschreib- und Grammatikfehler oder finden
Logikfehler. Ehe ich an die Betaengel
herantrat, habe ich selbst den Text nochmals gründlich durchgelesen und
anschließend eine Freundin darum gebeten. Die Externe Meinung eines Betas
wäre für mich aber dennoch nicht wegzudenken gewesen. Freunde und
Familie sind da oft zu Nah mit einem Verbunden, um ganz, ganz ehrlich zu
sein. ^^
Abgesehen das ihr euren Betas
super dankbar sein solltet, muss er auch zu deinem Stil passen. Es
macht weder Beta noch Schreiber Spaß, wenn die Stile weit auseinander
gehen, und er am liebsten dein ganzes Buch umschreiben würde. *lacht* Da
sollte man ehrlich miteinander sein und sich lieber trennen. Vielleicht
passt es dann bei einem späteren Werk lieber. Auch sollte man sich auf
eine gemeinsame "Sprache"
der Korrektur einigen. Sollen die korrigierten Bereiche unterstrichen
oder nur farbig hinterlegt werden? Anmerkungen in Klammern und Farbe?
Oder als Fußnote? Das muss abgesprochen werden, damit beide Seiten gut
miteinander arbeiten können. ^^
Als alternative könnt ihr natürlich selbst einen Lektor beauftragen. Bedenkt jedoch, dass diese Leute das als ihren Beruf ausüben und ihr demnach auch am Ende eine Rechnung bekommt.
Der Durchschnitt liegt dabei bei wohl - nach den Preisen die ich gefunden habe bei 1,50 Euro bis 3 Euro pro Normseite. ^^ Das ausrechnen überlasse ich euch.
2. Cover
Nun geht es an die Gestaltung. Für manche ein höllisches Thema. Hier heißt es dranbleiben und sich über seine Möglichkeiten
Informieren! Es gibt einige tolle, freie Grafikprogramme wie Gimp, mit
denen man viel erreichen kann. Reinknien muss man sich trotzdem. Das
bedeutet ausprobieren, verzweifeln, Tutorials schauen und eine Idee für euer Cover entwickeln.
Plant dafür schon einmal mehrere Tage ein!
Ich werde mal schauen ob ich dafür auch einen Part in dieser Reihe schreibe. :) Zumindest über die Art wie ich zu meinen gekommen bin.
Auch hier gibt es Profis die ihr für die Erstellung eines Covers bezahlen könnt.
3. Plattform
Amazon
Bookrix
Books on Demand
....
Wenn ihr einmal nach einem passenden Anbieter sucht, dem ihr euer Baby an die Hand gebt, werdet ihr unglaublich viele finden. Den für euch besten Partner dafür zu finden, ist gar nicht so einfach. Lasst euch Zeit, überlet
euch was euch wichtig ist und entscheidet dann erst. Eine
Hauruck-Aktion muss das nicht werden. Ich selber stehe auch noch vor
dieser Wahl und werde nach einiger Zeit der Recherche mich da mal noch
zu Wort melden.
Im nächsten Teil schauen wir uns die Covergestaltung etwas genauer an.