Dämmerhöhe #1 - Lautlos

Titel: Lautlos
Reihe: Ja - Band 1 der - Dämmerhöhe - Buchreihe
Sprache: Deutsch
Autor: Birgitta Hassel, Marta Magnadottier
Verlag: Arena
ISBN: 978-3-401-60144-1
Preis: 8,99 $ (D) Hardcover
Seiten: 136
empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Erschienen: 9. März 2016

Doch was immer es auch war - gezeigt hatte es sich in Gestalt eines Mädchens.

Es war ganz plötzlich aus dem Nichts aufgetaucht - das Mädchen. Und es hatte Anna ein verlockendes Angebot gemacht: Für ein bisschen mehr Freizeit und die Möglichkeit, noch öfter mit dem Snowboard unterwegs zu sein, muss Anna nur den Namen des Mädchens erraten. Doch als ihr kleiner Bruder schwer erkrankt und sie die Nachbarshündin Píla tot in ihrer Hütte findet, wird Anna klar: Das Mädchen ist nicht, was es vorgibt zu sein. Anna bleibt nur noch wenig Zeit, um das Rätsel zu lösen und das Schlimmste zu verhindern.
Das Cover ist schon ein wenig unheimlich. Das rot und schwarz zusammen  mit diesem kaputten Haus, den Vögeln und dem ganzen Rest ergibt jedenfalls zusammen eine wirklich tolle Stimmung. Ein wenig gruselig schon, besonders wenn man dann noch den Klappentext liest. 

 

Erster Satz -  Anna lief den Weg hinauf, der quer durchs Viertel führte.

Schule. Handball. Club. Freunde. Hausaufgaben. Lernen. Snowboardfahren.
Der Tag hatte einfach zu wenige Stunden, um wirklich alles unter einen Hut zu bringen, findet Anna. Und ihre Eltern hängen ihr zudem mit ihren Noten eh in den Ohren. Die wissen einfach nicht, wie viel sie zu tun hatte. Was sie alles tun wollte.
Doch etwas aufgeben will Anna nicht.
Dann stolpert sie in die Lösung hinein. Ein Mädchen, das ihre Gestalt annehmen kann, bietet ihr an ihre Hausaufgaben zu übernehmen. Das Einzige was Anna bis zum Ende des Schuljahres tun muss, ist ihren Namen zu erraten. Anna denkt die Lösung zu kennen und stimmt grinsend zu. Doch die Freude währt nicht lange. Anna entgleitet ihr leben immer mehr und das Mädchen ist noch lange nicht fertig . . .

Die beiden Autorinnen haben mit diesem Buch eine Art Mysterie-Thriller geschaffen, die mit Gänsehaut grusel durch die Seiten führt. Dabei beginnt das Buch im Grunde mit dem Ende, schlägt dann in einen Rückblick um und erklärt, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Dann das Finale mit einem wirklich gemeinem Cliffhanger. Viele Fragen bleiben offen und machen Hunger nach mehr.
Dabei liegt der Grusel in dieser Geschichte nicht in Mord und Totschlag, sonder eher in der ausweglosen Situation, in der sich Anna nach dem ersten Jauzen befindet. Denn die Folgen ihres Zugeständnisses entgleiten ihr immer mehr. 

Anna ist ungefähr 12 Jahre und dabei genau in dem Alter, in dem für viele alles wichtiger ist als Schule und Eltern. Das dies jedoch zu ihrem Leben mit dazugehört, erkennt das Mädchen erst, als ihr droht alles genommen zu werden. Damit rückt Anna in eine sehr normale und damit nachvollziehbare Perspektive. Jeder von uns hat sich doch als Kind (Und bestimmt auch manches Mal jetzt) gewünscht, dass das Lernen jemand anders übernehmen kann. Doch wird ein Dominostein einmal angestoßen, gibt es kein halten mehr. Auch für Anna waren die Folgen ihres Wunsches nicht abzusehen und dann doch umso fataler.
Das "Mädchen" dagegen ist schwer einzuschätzen. Der Leser weiß von Beginn an, ihr ist nicht zu trauen. Doch so wirklich greifen kann man sie erst, als sie ihre Maske fallen lässt. 

Dämmerhöhe ist ein Buch für jeden, der sich von Gruselei und Ungeheuern nicht abschrecken lässt. Dabei merkt man deutlich, den ganz anderen Stil der Autorinnen, der auch Leser die "etwas" über der Altersempfehlung liegen, fesseln kann. Vielleicht gerade, weil man ein anderes Ende erwartet. In diesem Zusammenhang ist es also auch ein Buch, das beiden Seiten beim Vorlesen oder Anhören viel Spaß machen wird.
Ich werde Band 2 mit Sicherheit auch lesen. Die Fragen am Ende des Buches lassen mir keine Ruhe und gleichzeitig möchte ich wissen, was sich die zwei als Nächstes ausdenken.
Dieser kleine Schlenker denn sie dabei in das Mädchen Rumpelstilzchen gemacht haben, hat der Geschichte übrigens genau das gegeben, dass man ein anderes Ende erwartete. Vielleicht ein eher Lustiges. Aber es kommt ganz anders.
Gebt acht.

Ein Spannendes Kinderbuch, bei dem man sicherlich auch so manchen Lesemuffel mitziehen kann. Einfach etwas für die ganze Familie.
6 von 6 Krümmeltörtchen für spannenden Grusel mit einem Hauch von Moral.


Henrietta, mein Geheimnis

Titel: Henrietta, mein Geheimnis
schwedischer Titel: Henrietta är min hemlighet
Reihe: Nein - Einzelband
Sprache: Deutsch
Autor: Maja Hjertzell
Verlag: Kosmos
ISBN: 978-3-440-14912-6
Preis: 12,99 $ (D) Hardcover
Seiten: 205
empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Erschienen: 9. März 2016
 
 
 Plötzlich entdecke ich sie. Das versetzt mir einen Stich, tut sogar richtig weh, irgendwo in den Tiefen meines Brustkorbs. Gleichzeitig fühlt es sich an, als hätte mir jemand einen harten Schlag in die Magengrube versetzt, und ich ringe nach Luft. Ist das Liebe?

Möwe ist heimlich in Henrietta verliebt, traut sich aber nicht an sie heran. Doch wenn man zu viele Chancen ungenutzt vorbeiziehen lässt, ist es vielleicht irgendwann zu spät. Beinahe macht Möwes Schüchternheit alles zunichte, aber schließlich siegt doch noch die Liebe und die Leser erwartet ein Ende, das niemand vorhersehen konnte...
Ich finde, diesem Cover haftet etwas Warmes und Unschuldiges an. Etwas, das ich ganz schlecht beschreiben kann und das dennoch da ist und mich verlockte diesem Buch eine nähere Betrachtung zu gönnen. Ihm eine Chance zu geben. Dabei verrät der Klappentest an und für sich eher recht wenig. Ist es vielleicht nur eine Liebesgeschichte unter vielen? Oder doch ganz anders?
 
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Das schwedische Cover dagegen geht in die komplett gegenteilige Richtung. Schwarz, dunkel und irgendwie bedrohlich.  Wäre es so bei uns übernommen worden, hätte ich eher auf einen Jugendthriller gesetzt. Und auch jetzt nach dem Beenden des Buchs, bin ich froh über unseres. Das andere hat für mich keinerlei Bezug zur Story.

Erster Satz - Plötzlich ist ihre Stimme in meinem Ohr. 

Möwe wäre lieber ein Adler oder zumindest ein anderes mutiges Tier und fühlt sich doch eher wie ein kleiner verängstigter Spatz. Besonders wenn es Henrietta in der Nähe ist. Dieses Mädchen, mit diesem ganz besonderem Lächeln, dieser lockeren Art und der rauen Stimme. Doch Möwe ist nun mal kein Adler. Nein, ganz und gar nicht. Schüchtern und verunsichert kommt nicht ein einiges Wort über diese verfluchten Lippen, wenn sie in der Nähe ist.
Doch was wenn genau das alles kaputtmacht?
Rebecca selbst sagt ja, das Liebe Mut braucht, sonst wird sie sich niemals wirklich erheben können. Doch Mut ist für Möwe so eine Sache.
 Der Stil ist dem Alter angepasst und zeichnet sich gerade durch die vielen Gedanken und Überlegungen von Möwe aus. Diese sind sehr durch Selbstzweifel und fehlendes Selbstbewusstsein geprägt. Rebellion und aufbegehren gegen bestehendes und auch das Finden des eigenen Wegs werden gut dargestellt. Auch Mut finden ist Thema.
Was jedoch zwischen all den Gedanken auf der Strecke bleibt, ist gerade im Mittelteil die Spannung und das Tempo. Man hat das Gefühl auf der Stelle zu treten, weil Möwe einfach nicht über seinen Schatten springen kann. In diesem Moment etwas anstrengend vom Lesen her. Doch aufgepasst. Denn gegen Ende kommen zwei Seiten und plötzlich - plötzlich ist alles klar. Warum die Schüchternheit. Warum die Gedanken und Zweifel. Eine Runde Sache aus dem nichts die einen richtig umhaut.
 
Bei den Charakteren fehlte mir einfach Tiefe. Ich konnte sie nicht greifen und in Möwe hineinversetzten war auch nicht wirklich drin. Klar man merkt die Schüchternheit, die Unsicherheit. Aber alles darüber hinaus bleibt eher blass und farblos. Hier hätte ich mir wirklich mehr erwartet. Auch die anderen Charaktere zeichnen sich da leider durch nichts Besseres aus. Das Einzige, was wirklich sehr negativ auffällt, ist Möwes Mutter. Diese Frau ging mir mit ihrer ganzen Art nur noch auf die Nerven. Zumindest da konnte ich Möwe zu 100% beipflichten. 
 
 Dieses Buch zu lesen ist seltsam. Einfach durch diese extremen Sprünge, die es macht. Der Anfang ist süß, die Mitte zieht sich und das Ende haut einen um. Was zum einen natürlich beweist, dass man Büchern bis zum Schluss seine Chance geben muss, zum anderen aber das man sicherlich auch die Luft nach oben hätte mehr ausnutzen können. Mehr Farbe in den Charakteren, mehr Taten oder zumindest eine gewisse Entwicklung im Mittelteil. Also etwas das über Schweigen und weglaufen hinausgeht. Das hätte die Schwäche ausgebügelt und dem Buch einfach noch mehr Pfeffer gegeben. 

Dieses Buch hat einen Mittelteil der eher zu ruhig war und doch ein Ende das aus dem ganzen eine Runde Sache macht. Ein wenig "mehr" hätte es trotzdem sein können.
3 von 6 Krümeltörtchen für ein Buch, das viel mehr Potenzial hatte als schlussendlich ausgeschöpft wurde.
 
 

Freitags-Füller #2

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Mein zweiter Freitags-Füller :D  Für alle die Lust haben hier könnt ihr mitmachen.


1. Jetzt könnte  ich mich in der Serie Doctor Who verkriechen.

2. Ich müsste mal meinen Krativ-Schrank entrümpeln - von oben nach unten. (Aber wir alle wissen das ich es weiter vor mir herschieben werde ^-^)
 
3.  Im Fernsehen gibt es für mich gerade nur eines.
 
4.  Die Kiwis in meiner Küche sind noch nicht richtig süß.

5.   Wenn ich nach rechts schaue, geht mir auf das es schon dunkel ist und ich wieder viel zu lange gelesen habe. 
 
6.  Rekordpreise für den ersten Spargel.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Doctor Who morgen habe ich ein wenig Blogarbeit geplant und Sonntag möchte ich mich auf das kommende Sushi am Dienstag freuen.