Titel: Minus 18°
schwedischer Titel: Arton grader minus
Reihe: Ja - Band 3 der - Fabian Risk - Buchreihe
Sprache: Deutsch
Autor: Stefan Ahnem
Verlag: List
Genre: Kriminalroman
ISBN: 978-3-8437-1480-8
Preis: 14,99 $ (D) Klappenbroschur
Seiten: 560
empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Erschienen: 2. Januar 2017
Stattdessen zog der BMW auf der rechten Spur an ihr vorbei,
als wäre es ein Kinderspiel. Willst du Krieg, du alter
Sack?
In Helsingborg an der schwedischen Westküste wird ein Auto aus dem
Hafenbecken geborgen. Eigentlich wäre der Fall klar: ein Unfall. Doch
bei der Obduktion stellt sich heraus, dass der Fahrer schon lange tot
war, als das Auto ins Wasser stürzte. Kommissar Fabian Risk und
seine Kollegen untersuchen den mysteriösen Todesfall. Jemand glaubt, den
Toten erst letzte Woche gesehen zu haben. Wie ist das möglich? Risk hat
einen Verdacht, aber der ist so absurd, dass er ihn zunächst selbst
nicht glauben will.
Eins ist allerdings sicher: Es wird noch
weitere Opfer geben, ein Serienmörder ist am Werk. Nur durch Zufall ist
die Polizei jetzt auf seine Spur gekommen. Der Tote im Hafenbecken war
nicht das erste Opfer, und noch lange nicht das letzte ...
Dieses Cover ist natürlich wieder so absolut Krimi, dass man fast nichts mehr dazu sagen muss. Grau. Düster. Mit den typischen Krimifarben. Aber jeder der diesen Autor kennt, der weiß was sich hinter dem vielleicht eher typischen Cover versteckt.
Und dann das schwedische Cover. Richtig schade, wenn ihr mich fragt,
dass es nicht bis zu uns durchgewunken wurde. Es ist einfach nur so mega cool. Gruselig und ein richtiger Blickfang. Natürlich schon ganz anders als das vorige aber hey, wäre das wirklich so schlimm?
Eine jagt von zwei Autos, Happy Slapping, eine tiefgefrorene Leiche und ein Toter der plötzlich den Gedanken hegte seine gesamten Finanzellen Anlagen zu verticken. All das türmt sich auf dem Tisch der Ermittler auf und scheint augenscheinlich nicht viel miteinander zu tun
zu haben. Zumindest nicht alles. Dann die erste heiße Spur, ein Täter.
Alles scheint so logisch und perfekt. Ist er Fall vorbei? Nein, denn
wieder einmal erschafft Stefan Ahnem einen Fall, bei dem sich der Leser genauso verstricken kann wie die Ermittler. Nichts ist so einfach wie es scheint.
Er würde ihr entkommen.
Sie fühlte, dass dieses Arschloch sich einfach weiter
durchs Leben mogeln würde, als ob nichts passiert wäre. Als
wäre das alles nur ein verdammtes Spiel.
Und als ich darauf kam das es anders war, eine kleine Ahnung in meinem Kopf Gestalt annahm, kam die Reaktion prompt
im Text. So wahnsinnig spannend geschrieben. Intelligent. Anders. Und
ja auch anspruchsvoller als die 0-8-15 Krimis die wie Pilze aus dem
Boden schießen. Denn wir haben zwei rote Fäden, die fast schon drei sind,
aber dann doch irgendwie zusammen gehören. Bedeutet, es passiert
eigentlich immer was. Die Ermittler sind durchdacht, schnell. Verlassen
sich nicht nur auf "Zufälle" oder "Überraschungszeugen"
sondern tun was für das Ergebnis. Man kann sich fallen lassen. Dabei
sein und sich die ganze Zeit fragen, was wirklich hinter all dem steckt.
Und wie manche Protagonisten da wieder raus kommen.
Jeder der einen guten, also einen richtig; richtig guten, Krimi/Thriller sucht, sollte einmal Stefan Ahnem lesen. Warum? Tja da fängt es schon an. Es beginnt schon am Anfang, wenn der Leser plötzlich mitten ins
Geschehen fällt. Vorgeschichte gibt es fast nicht. Man ist einfach da
und muss sich genauso wie die Protagonisten im neuen Fall zurechtfinden.
Gleichzeitig beginnt dort drüben etwas anderes. Zwei Geschichten, die verbunden sind - mal mehr mal weniger - und es schaffen nebeneinander zu laufen ohne sich gegenseitig zu ersticken.
Passend zur Stimmung lief auch die kleine Nebengeschichte mit Fabians Tochter Greta ab. Und alle die jemals wirklich Gläserrrücken
gespielt haben, kennen vielleicht dieses Schaudern, dass einem bei
diesem Spiel durchfährt. Besonders wenn man die ganzen Warnungen darüber
kennt, es doch besser zu lassen.
Das Ende fand ich übrigens sehr überraschend. Auch bin ich gespannt über den verlauf der kleinen intern-privaten Geschichte zwischen Fabian und seiner Familie. Wem ging es noch so?
Das Ende fand ich übrigens sehr überraschend. Auch bin ich gespannt über den verlauf der kleinen intern-privaten Geschichte zwischen Fabian und seiner Familie. Wem ging es noch so?
Wer sich also mal so richtig in einen Krimi vertiefen will, greift zu diesem. Denn nur eines ist hier wirklich sicher. Das nichts sicher ist.
Ich liebe, liebe diesen Autor! Seit Herzsammler bin ich ihm etwas verfallen. *lacht* Und freue mich schon auf den nächsten Band. Einfach ein super kluger Krimi, mit Tätern die mal nicht so durchschaubar sind. Klasse!
6 von 6 Krümeltörtchen für dieses Meisterwerk voller Spannung und Gänsehaut.
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