Lesung "Rafik Schami"


Freitag Abend war es endlich wieder so weit. OSIANDER lud zu einer Lesung ein und, sicherlich, kennt der ein oder andere von euch den Autor Rafik Schami. Mir war er bis dato recht unbekannt und genau das, und die tollen Erzählungen von seiner doch recht speziellen Art eine Lesung abzuhalten, machten mich neugierig.
Gesagt, getan. Da war ich.
Der Andrang war riesig!
Ausverkaufte Karten und eine Stimmung in der Luft, als würde es sich nicht um einen Autoren, sondern um einen Superstar handeln. Diese Laune war wirklich regelrecht ansteckend. :)

Auch suchte man Tisch und Stuhl hier vergebens. Noch nie habe ich einen Autoren bei einer Lesung erlebt, welcher einfach im Stehen erzählte und, das war zuerst etwas verwirrend ohne Buch. Denn er lass nicht im eigentlichen Sinne, sondern erzählte. Nichts auswendig gelernt, nein frei und locker und mit einem Humor versehen, dem sich wirklich keiner im Publikum hat entziehen können.
Es war toll.
Und so lachte und lernte man gleichermaßen und ließ sich einfach fallen.
So erzählte er zum Beispiel, wie er zum Erzählen gekommen war. Schilderte das dies an seinem Großvater lag, welcher immer bei den Jungen schlief und ihnen abenteuerliche Geschichten erzählte, als sei es jedes Mal ein wahrer Kampf gewesen zu ihnen zu gelangen. So wurde aus einem Schnitt vom Rasieren und ein abgerissener Knopf, ganz schnell zu einem Gefecht mit Räubern und Dieben.
Er erzählte von Lausbubenstreichen und Pistazieneis, von Unterschieden und Kulturen und allem. Und all dies auf eine Art, die ineinander übergreift und einfach etwas Großes aus vielen bunten Teilen schafft.
Für mich endete dieser Abend zwar ohne das ich nun sagen könnte, was in seinen Büchern nun geschah und wo genau ich sie nun einordnen würde, geschweigeden ob sie etwas für mich wären, dafür aber mit einer Erfahrung reicher und der Gewissheit, das ich einen wirklich tollen Abend verbracht hatte.
Das anschließende Gewimmel um den Signiertisch zeigte aber deutlich, das fiele Fans ein wenig Glanz von ihrem Autor mit nach Hause nehmen wollten. Und die zufriedenen und frohen Gesichter überall, zeigte mir genau das, was ich auch fühlte.
Ein gelungener Abend für alle. :)

Die Drachenkämpferin (1) - Im Land des Windes

Titel: ImLand des Windes
italienischer Titel: Nihal della terra del vento
Reihe: Ja - Band eins der - Drachenkämpferin - Reihe
Sprache: Deutsch
Autor: Licia Troisi
Verlag: HEYNE
ISBN: 978-3-4535-3028-7
Preis: 19,90 $ (D) Hardcover (Nur noch gebraucht)
  8, 95 $ (D) Taschenbuch
Seiten: 383
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Erschienen: 5. Oktober 2007
"He, was soll das heißen? Ich habe dich befreit, ich habe deine Wunden geheilt . . ., eine kleine Liebkosung musst mir da schon gestatten, Oarf!" Der Drache grunzte und schüttelte heftig den Kopf.
Unheil droht der Aufgetauchten Welt. 
Ein Land nach dem anderen wird vom Tyrannen unterjocht und seinem Herr von Monstern unterstellt.
Nur ein Mädchen ist in der Lage, den Untergang abzuwenden: Nihal, die Drachenkämpferin aus dem Land der Winde.
Kann man mit einem Drachen auf dem Cover überhaupt etwas falsch machen? Jeder Drachen-Fan wird hier bestimmt genau wie ich den Kopf schütteln, auch wenn das Cover schon eine kleine Spur seltsam aussieht, wo unsere gute Nihal so knapp hinter dem Drachenkopf sitzt. Ich stelle mir das einfach für beide als nicht unbedingt die beste Position vor. ;) Gut nur das dieses Motiv dann doch der Kreativität des Illustrators zugrunde liegt. Im Buch sitzen die Reiter artig am Halsansatz und nicht direkt am Kopf. ^^
Ansonsten kein schlechtes Cover. Toll fand ich auch das der Ursprung des Untertitels für den Leser sehr schnell klar wird. 

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 Mit dem italienischen Cover kann ich mich stattdessen nicht wirklich sonderlich anfreunden.
 Erster Satz - Die Sonne überflutete die Ebene.

Nihal ist jung, ungestüm und als Tochter des Schmieds mit der Leidenschaft für Waffen, besonders für Schwerter, aufgewachsen. Sie liebt das Spiel mit ihren Freunden. Doch das der Krieg kein Spaß ist, muss sie bald am eignen Leib erfahren, als die Truppen des Tyrannen in das Land der Winde einfallen und eine Spur voller Tod und Zerstörung mit sich führt.
Und mit ihm zusammen kommt eine grauenvolle Wahrheit.
Nihal dürstet nach Rache. Doch dazu muss sie stärker werden. Eine richtige Kriegerin. Und die stärksten Krieger werden in der Academy der Drachenreiter ausgebildet.
Dabei gibt es nur ein Problem.
Nihal ist ein Mädchen . . .
Anfangs war der Stil für mich noch etwas ungewohnt. Der Autor macht gerade zu Beginn einige Sprünge. So hat man schnell mal innerhalb eines Satzes zwei Jahre herum, in welchen Nihal dies oder jenes machte. Diese Sprünge empfand ich stellenweise als etwas grob, man hätte es hier vielleicht etwas fließender im Übergang machen können.
Ansonsten liest sich das Buch sehr gut in einem durch, dabei fällt jedoch auf das es keinen wirklichen Höhepunkt gibt. Es scheint eher wie eine Einführung in das ganze Geschehen zu sein. Dieser Eindruck verstärkt sich beim, fast, letzten Satz des Buches "Morgen früh beginnen wir mit dem Unterricht". Doch das muss wirklich nicht heißen, dass es schlecht ist. Ganz im Gegenteil. Man bekommt so sehr gut Nihals Kampf mit sich selber mit. Denn das sie so einiges mit sich herumträgt, kann ich gut verstehen.
Nihal ist der Charakter, mit dem man von Anfang an im Grunde das meiste zu tun hat. Man erfährt wie sie aufwächst, ihr munteres Wesen, ihre Träume und wie dann alles in Rauch und Blut verschwindet. Und anders als man es gerne mal in anderen Büchern sieht, entkommt sie den Schatten ihrer Vergangenheit nicht spielend, sondern droht darin zu versinken. Man spürt ihre innere Zerrissenheit und mit was sie sich eigentlich alles herumschlagen muss. Das andere sie so selten bis gar nicht verstehen, kann ich mit diesem Wissen um ihre Person gut nachvollziehen. Sie trägt viel Leid in sich und ich frage mich, ob sie es jemals völlig abstreifen kann.
 Der Zweite wäre ein junger und sehr begabter Zauberer, mit welchem Nihal in ihrer Kindheit eine tiefe Freundschaft verband. Dieser Magier ist auch ein kleines bisschen in seine Freundin verliebt, auch wenn diese davon nichts bemerkt ^-^. Er ist ein guter Freund und leidet mit Nihal mit. Besonders da sie ihn nicht an sich heranlässt, damit er ihr vielleicht ein kleines bisschen helfen kann.
Nebencharas gibt es natürlich auch. Hier hebt sich für mich besonders Nihals Drache hervor. Auch er kennt den Geschmack von Leid und Hass und Furcht und ist eine genauso aufgeriebene Seele wie Nihal selbst. Ihre anfänglichen Annäherungsversuche trieben mir die Tränen in die Augen. Ich hoffe auf viele Reiter-Drache-Szenen in den nächsten beiden Bänden.

Der erste Teil beginnt von der reinen Ation-Seite eher langsam und zäh. Es geht viel um Nihals Verfassung, ihr Leid und alles, was sie einfach beschäftigt. Dabei hat man den Eindruck, dass das Mädchen fast in ihren Gefühlen ertrinkt. Doch nach und nach schafft sie es durch ihren Lehrer sich zu sammeln und ihr Ziel zu finden. Dort wo sie immer recht blindwütig kämpfte, da sieht sie das es noch etwas anderes gibt außer Rache und Tod.
Ein wirkliches Gipfeln in diesem Band gibt es nicht. Keine heroische Abschlussschlacht, wie man es aus Fantasiebüchern gewöhnt ist. Es ist eher ein innerlicher Kampf, der nicht minder interessant ist.
Für Band 2 wünsche ich mir jedoch etwas mehr Drachen-Aktion. Das ging mir hier etwas unter.
Ein gutes Buch, das jedoch auch noch oben noch Luft lässt.  
4 von 6 Krümeltörtchen verdient sich der erste Band der Drachenkämferin-Trilogie und lässt mich gespannt zurück. Was wohl der zweite Band für mich bereithält?

 

Frankfurter Buchmesse 2014

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Morgens halb fünf in Deutschland . . .
Mein Tag begann mit einem irritierten Blick auf den Wecker. Nachdem ich vor lauter Aufregung kaum ein Auge zugetan hatte, kam es mir dann plötzlich so vor, als hätte ich kaum geschlafen, ehe der Wecker schließlich fröhlich um Aufmerksamkeit bettelte. Ein kurzer Klaps, ein Sprung aus dem Bett und der Tag konnte beginnen.
Endlich!
Tasche war schon gepackt. Sachen lagen bereit und nach einem heißem Kakao und einem Frühstück ging es dann auch schon auf zu Bus und Bahn.
Die Zeit wurde sich mit regem SMS Kontakt mit meiner lieben Andrea vertrieben. Denn wir würden uns auf dem Bahnhof treffen und ich freute mich schon wie ein Schneekönig darauf sie wieder zu sehen.
Und der Zug fuhr und fuhr und fuhr . . . dann! Endlich!!!
 Ein paar Minuten noch . . . wobei die Bahn es sich dann nicht verkneifen konnte auf den letzten Metern noch 8 Minuten zu verharren, um die Spannung und Vorfreude weiter zu schüren. 

Im Bahnhof fanden wir uns dann aber schnell und machten uns auf den Weg zur Messe. Denn einen Kilometer gingen wir zu Fuß und waren fix da. Die Massen an Besuchern waren unglaublich! Ich ahnte ja das es voll werden würde, aber derartig . . . wow!!! ^-^

 Langsam aber sich bahnten wir uns dann einen Weg und peilten als erstes einmal Halle 3 an. Und enttäuscht wurden wir nicht. Tolle Stände, liebe Verlagsmitarbeiter und viel zum schauen erwartete uns. Mehr als ein Buch musste ich in die Hand nehmen und auf meinen Wunschzettel setzen. :)
Dazu kam die tolle Gestaltung der Stände.


Eigentlich habe ich mich schon ins Cover verliebt, ehe ich ins Buch hineingeschnuppert habe. :D


Endgame! Das neue Buch um, welches sich schon so vieles dreht, fand natürlich auch seinen Platz in der Messe. Die Bücher, die ihr hier seht, schienen zusammengeleimt und anschließend durchbohrt. Macht eine Schicke Deko, ohne Zweifel, aber ein kleines bisschen blutete mein armes Leserherz schon. ;)
Dann lieber unter Glas und hermetisch abgeriege. ^-^


 Auch dieses riesige Bücherregal hat es mir angetan. Überlegt mal, wie platzsparend man da seine Schätzchen zur Geltung bringen könnte. Na vielleicht mal ne Idee für die Wohnzimmerwand? ;)
Oder doch lieber eine Büchereule? Auch wenn es etwas unaufgeräumt wirkte.  Vielleicht war das ja eine SuB-Eule :) Ich jedenfalls hätte nichts gegen so ein Stylishes Regal in meinem Zimmer einzuwenden. 
Wie sieht es mit euch aus?
 Kann man doch glatt schwach werden. Ob es das irgendwo wohl zu kaufen gibt?


 Einige von euch haben bestimmt auch von der Lesefuchsaktion gehört, welche von LovelyBooks an den Messetagen lief. Und zwar ging es darum, diese süßen Lesefuchslesezeichen aufzuspüren und einzusammeln. Ich wurde fündig und finde sie so unheimlich süß. ^^ 
Und ganz nebenbei wanderte "Lied des Blutes" auf meine Wunschliste . . .


Aber auch andere Eindrücke blieben natürlich hängen. Es war so viel . . . uff, man weiß gar nicht so recht, wie man das alles aufzählen soll. So habe ich an einem süßen Kinderbuchstand beobachtet, wie mittels Zaubertrick ein Plüschschaff flog, habe ein Pikachu geknuddelt, unheimlich viele Cosplayer gesehen (Auch geknipst nur leider weis ich nicht mehr wer ja dazu sagte zum veröffentlichend er Bilder . . .)
Der Wunschzettel wurde auch immer länger. Zum Glück ist ja bald Weihnachten ^-^





 Und was wäre der Tag nicht noch ohne die Begegnung mit einem Fabelwesen. So was muss doch einfach sein :) Also ging es einmal der Reihe nach zum Greifenstreicheln ^-^. Andrea macht ihre Sache hier auch hervorragend:) Das Tierchen guckt sie schon ganz verträumt an. ^^

 
 Aber nicht nur neue Bücher durften wir bestaunen. Auch das Gutenbergmuseum hatte einen Stand und es zeigte uns ein Schriftsetzmeister, wie damals Buchseiten gedruckt wurden. 


Ziemlich interessant kann ich euch sagen. Besonders als er eben erklärte, wie lange es überhaupt dauerte, eine Buchseite zu drucken.
Da können wir ziemlich froh sein, das es mittlerweile etwas schneller geht ^^. Wo wir ja eh immer alle so ungeduldig sind, wenn das Warten auf den nächsten Band wieder so lang wird. 


 Gegen Ende verließen wir dann die Messe. Etwas geschafft aber ohne, überraschenderweise, schmerzenden Füßen. Der einzige Dämpfer war dann als wir beschlossen uns noch für die Wartezeit, bis unser Zug fuhr, etwas zu beißen zu holen. Unsere Wahl fiel hierbei auf einen Chinesen, der diese Nudelboxen anbot.
Größter Fehler des Tages!
Was auch immer dieses frittierte Zeug drauf war, es war ganz sicher kein Chrispi-Chicken. Und die Soße . . . naja, falls man mal weniger Wasser rein gepanscht hätte, hätte sie vielleicht wirklich nach Sweet-Chili geschmeckt. Dazu kamen noch halbrohe Nudeln, die weder Farbe besaßen, noch typisches Gemüse dabei hatten. Aber nach höchstens 1 Minute durch die Pfanne rollen lassen (Haben wir beim essen beobachtet) ist es wohl ein wunder das die guten überhaupt warm waren.
 Der Clou war dann noch der Preis für ein Wasser, das sich Julia in Feuereifer (wahrstem Sinne des Wortes) besorgen wollte.
3 Euro für 500ml stink normalen Wassers  . . . und von Preisschildern fehlte auch jede Spur.
Keine 300 Meter weiter, gabs das Wasser dann schon für die Hälfte.
Man kann es einfach auch übertreiben.
Falls ihr also dort seid und chinesisch genauso liebt wie ich, spart es euch. Besser essen könnt ihr überall.

 Der Weg zurück war dann wieder recht angenehm, wenn ich auch da erst merkte, das ich ein kleines bisschen im Eimer war ^-^. Der Tag schlaucht eben doch. Zu Hause dann erst einmal ins Bett gefallen und Tiefschlaf Ahoi. Vorher aber noch geschafft im Kalender die Leipziger Buchmesse zu vermerken. Denn eines steht fest. Es war zwar meine erste, aber Gott bewahre, nicht meine letzte Buchmesse gewesen :)


 Und hier noch meine Ausbeute ^-^