Mistakes

Titel: Mistakes
Reihe: Ja - Band 1 der Mistakes -Reihe
Sprache: Deutsch
Autor: Sibylle Meyer
Verlag: AAVAA
ISBN: 978-3862543250
Preis: 11,95 $ (D) Softcover
  6,99 $ (D) ebook
Seiten: 199
empfohlenes Alter: ab 16
Erschienen: 16. November 2011


Dr. Wolski, ein erfahrener Tierarzt, steht vor einem unlösbaren Problem. Alle seine Patienten zeigen dieselben Symptome. Sie verhalten sich apathisch. Noch ahnt Dr. Wolski nicht, wie gefährlich diese unbekannte Krankheit ist. Aus der anfänglichen Apathie der Tiere erwächst bald etwas Bedrohliches. Sie rotten sich zusammen gegen einen gemeinsamen Feind: den Homo sapiens. Steht die Menschheit nun vor ihrer größten Niederlage? 
 
Für ein Buch, das um den großen Kampf Tier gegen Mensch geht, wirkt mir das Cover leider etwas zu spacig. Eine Collage aus den verschiedenen Tierarten oder ähnliches wäre hier die bessere Wahl gewesen.


Erster Satz - "Na, wen haben wir den da?"

Dr Wolski ist ratlos. Seit Tagen bringen Besitzer ihre völlig apathischen Tiere in seine Praxis und erhoffen sich von dem renommierten Tierarzt Hilfe und Antworten. Doch egal welcher Test auch durchgeführt wird, die Befunde sind alle gleich.
Nichts!
Als sie schließlich nach und nach wieder in ihr altes Verhalten abglitten, atmen die besorgten Halter auf. Nur wenige sahen den trügerischen Schein. Dann gab es die ersten Tote und plötzlich fragen sich alle, ist es wirklich ein Virus, oder haben sich die Tiere entschlossen einen Krieg zu beginnen, welchen die Menschheit nicht wird gewinnen könne?

Der Schreibstil ist sehr einfach und dadurch geprägt, dass Sätze, leider für meinen Geschmack, viel zu oft mit dem Namen eines Protagonisten beginnen. Anders als in Der Weg des Bösen ist die Sprache jedoch sachlicher und aufs Wesentliche bezogen. Nebeninformationen halten sich die Wage, was den Stil zumindest etwas fließender werden lässt.


Wirklich viel zu den Charakteren kann ich leider nicht sagen. Zu Anfang war mir Dr. Wolski sehr Sympathisch, dann verschwand er im wahrstem Sinne des Wortes von der Bildfläche und machte Platz für kurzweilige Charakter, welche von dieser und jener Tierart getötet wurden. 
Zum Schluss verlor er dann für mich seine Glaubwürdigkeit, nachdem er sich innerhalb von ein paar Seiten auf die spacige Theorie seines Kollegen eingeschossen hatte. Natürlich spekulieren Wissenschaftler in viele Richtungen, aber solch eine wäre wohl der aller letzte Ausweg ...


Nach dem erstem Buch der Autorin - Der Weg des Bösen -, bin ich mit einem ungutem Gefühl an dieses hier herangegangen. Die Verlockung sich wieder durch ein Buch ohne Geschmack zu quälen war nicht sonderlich hoch. Gleichzeitig wollte ich es nicht weiter vor mir herschieben, weil ich schlussendlich jedes Buch Lese, das in der oder dieser Form auf meinem SuB liegt. Zudem schien mir die Thematik sehr interessant. Wer hat sich nicht schon Mal über so einen Krieg den Kopf zerbrochen. Also machte ich mich daran und war positiv überrascht. Die Story hatte gute fahrt, den Doktor mochte man gleich durch seine Art. (Trotz der Einwürfe hier und da, welche wohl nur darauf abzielten ihn eben noch sympathischer zu machen. So was nervt mich immer.)
Das ganze hielt dann vier Kapitel. Danach war die Story irgendwie verschwunden und es wurde nur noch Seiten- und Kapitelweise auf die Angriffe der Tiere eingegangen. Das ständig immer wieder erwähnt werden musste welche Mordlust/Blutgier/Hunger nach Menschen etc. in den Augen der einzelnen Tierchen zu sehen war, nervte ab einem gewissem Punkt nur noch.
Die Angriffe hätte ich mich auch etwas aktionsreicher gewünscht. Schlussendlich starben alle sehr schnell und verhältnismäßig unspektakulär.
Irgendwann tauchte dann der Doc wieder auf. Ein Kongress stand an und ... da wurde sich dann schnell auf ein Außerirdisches Alienvirus eingeschossen ... 

Letzter Satz - Niemand konnte mehr daran zweifeln, sollte dieser Krieg auch nur einige, wenige Monate so weitergehen, stand die Menschheit vor einem grausigem Ende!


Die eigene Unstimmigkeit, die einfach mal völlig fehlende Handlung und der eher zähe Stil, haben dieses Buch nun wirklich nicht zu meinen Lieblingsbüchern zählen lassen und ich beende es für mich in dem Wissen, dass ich weitere Bücher dieser Autorin vermeiden werde.
Ich vergebe 1 von 6 Krümmeltörtchen und kann Leider, auch von diesem Buch der Autorin, nur abraten.

Kann es kaum erwarten...

Wer meine begeisterte Rezi zu Silber - Das erste Buch der Träume gelesen hat, weiß wie scharf ich auf Band zwei bin. Was für eine Überraschung war es also heute für mich, als ich sah dass das Geheimnis um das Cover endlich gelüftet wurde.



Ist es nicht ein Traum? Genauso wunderschön gestaltet wie wir es schon vom erstem Band kennen. Die Leser dieses Buches, wissen ja das Kerstin Gier schon im Cover viele Kleinigkeiten der Story versteckt. Gerade die Feen mit den Schlüsseln fallen mir da ins Auge. 
Traumtürschlüssel?
Und was macht die Person und das Tier dort hinter der Tür?
Und das Auge? Wird das Geheimnis um Secrecy gelöst?
Ahh! Ich bin so neugierig und würde es am liebsten schon in der Hand halten. Aber bis zum 26.6.2014 dauert es ja noch *seufz*
Also last uns die Zeit mit anderen tollen Büchern herumbekommen, auf das der Juni bald kommt. :3

Der Weg des Bösen

Titel: Der Weg des Bösen
Reihe: Nein - Einzelband
Sprache: Deutsch
Autor: Sibylle Meyer
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
ISBN: 978-1-492335-276
Preis: 20,17 $ (D) Softcover
3,49 $ (D) ebook
Seiten: 632
empfohlenes Alter: ab 14
Erschienen: 9. September 2013
 Eva war in einer der reichsten Gegenden Berlins aufgewachsen, in der niemand zu leben schien, der nicht zumindest einen Doktortitel vorzuweisen hatte. Natürlich gab es auch einige, denen einfach das Glück zu Wohlstand verholfen hatte, aber die waren dann am allerschlimmsten.

Menschen werden brutal ermordet. Gleichzeitig verschwinden Leichen aus ihren Gräbern. Reich und Schulz, beide Kommissare der Berliner Kripo, müssen bald einsehen, dass sie mit ihren Ermittlungen nicht weiterkommen. Die Täter sind keine Menschen, sondern Bestien der Hölle! Doch sie bekommen unerwartet Hilfe von einer jungen Frau, deren Vater zu den ersten Opfern gehörte. Eva scheint einerseits völlig desorientiert zu sein, aber anderseits ist sie fest entschlossen, den Mord an ihrem Vater aufzuklären. Gemeinsam versuchen sie sich dem Unerklärlichen entgegenzustellen. Doch Satan zieht seine Kreise immer enger...

 Viel kann man über das Cover leider nicht sagen, außer dass es schwarz ist und der Kontrast soweit hochgeschraubt wurde, das man Umrisse nur noch erahnen kann. Titel und Autor sind in Gelb gehalten und passen meines Erachtens weder in Farbe noch in Schriftart wirklich zu dem Cover.
 Alles in allem Punktet es in Sachen Gestaltung eher wenig.


Erster Satz - Obwohl gerade in Berlin der April zumeist regnerisch und dunkel war, lachte die Sonne heute am strahlend blauen Himmel und tat genau so, als wenn es mitten im Hochsommer wäre. 

Berlin. Eine Serie von brutalen Morden erschüttert die pulsierende Metropole. Leichen verschwinden aus ihren Gräbern, dem Leichenschauhaus, und die Polizei steht vor einem Rätsel.
Haben sie es hier mit einem Ritualmörder zu tun? Warum gibt es keine Spuren?
Unter den Opfern, der Vater der jungen Eve. Nun verstand sie auch dieses Gefühl in jener Nacht. Sie hatte es gewusst. Den Tod gespürt ...
Als kurz darauf eine Gruppe Jugendliche dahingemetzelt wird, glich es einem Wunder das ein junges Mädchen überlebte, doch ihre Beschreibung des Täters scheint frisch aus einem Horrorfilm entsprungen zu sein. Hatte sie der Schock verrückt werden lassen? Oder steckt mehr dahinter?


Einfacher Schreibstil, lange Sätze, viele Kommas und leider viel zu viele unwichtige Einschübe, bei denen man ab einem Gewissem Punkt nur noch darüber philosophierte, ob sie dazu dienten noch die ein oder andere zusätzliche Seite raus zu hauen. Gleichzeitig genauso viele Doppel-Sätze, denen ein Komma besser getan hätte.
Ebenfalls sehr störend sind die ständigen Einschübe. Sie lassen den Text extrem unruhig wirken. Eine normale Linksbündige Anordnung wäre hier einfach eine bessere und vor allen gewohntere Wahl gewesen.


Die Charakter haben mich leider genauso wenig überzeugt wie der Schreibstil.
Da hätten wir Eve, die auf der einen Art dem Leser dadurch sympathisch gemacht werden soll, dass sie sich von ihrer Reichen Mutter abwendet hat und nun ihren eigenen Weg geht, gleichsam jedoch durch ihre ständig hin und her wechselnden Launen absolut das Gegenteil erreicht. Ihre zickige Art trägt da auch nicht gerade zu bei sie ins Herz zu schließen.
Hauptkommissar Reich ist ebenfalls ein wenig überzeugender Charakter. Es gibt einfach Momente in denen ich nicht verstehen kann, wie so jemand Hauptkommissar werden konnte! Dieser hier zum Beispiel.
"Gefunden?", erwiederte der andere gelassen. Aber dann wandelte sich sein Ton Reich wurde hellhörig.
"Fragen Sie lieber nach dem was wir nicht gefunden haben! Uns fehlt nämlich eine Leiche. Eine die normalerweise in ihrem Sarg liegen müsste, die aber nirgends mehr aufzutreiben ist." Reich verstand nicht.
"Man wie soll ich das verstehen? Sie meinen eine von den ... normalen Leichen? Drücken Sie sich doch Bitte etwas genauer aus. Ihr Kauderwelsch bringt mir nicht viel!"
Jeder darf sich an dieser Stelle selber aussuchen, ob er den Satz der Spurensicherung nun verstanden hätte ...
Alles in allem fehlte mir einfach der Pepp in den Charakternen. Sie waren mir zu flach, zu wenig überzeugend.


 Die Beschreibung zu diesem Buch hatte mich wirklich neugierig gemacht. Grauen, Horror und schreckliche Morde klingen doch super um ein paar tolle und entspannte Lesestunden zu genießen. Das daraus wenig wurde, muss ich wahrscheinlich nicht betonen. 
Spannung von der ersten Seite? Eher nicht, außer man fand es nun interessant sich vor Evas herum schwappenden Launen zu ducken. Auch im Verlauf suchte ich sie dann vergebens. Es kam einfach nie dieses Gänsehaut-Gefühl auf. Dieses gebahnt sein von jedem Wort.
Dazu kamen die auf mich sehr platt wirkenden Charakter. Sie waren nicht überzeugend, oft eher nervig und auf eine Weiterentwicklung konnte man leider bis zum Ende erfolglos warten.
Die Story hatte gute Ansätze und die Grundstruktur war durchaus interessant, nur die Umsetzung war, meiner Meinung nach, leider ziemlich verfehlt.
Das Ende, bei dem ich mir wenigstens einen kleinen Showdown, wahlweise auch einen Ah-Ha!-Moment gewünscht hätte, verlief leider genauso vorhersehbar ab. Der Feind war vom erstem Auftritt heran klar und die Bestien-Mörder dann durch den Klappentext leider auch keine großen Überraschungen mehr. Eher war ich verwundert das sie so wenig gekillt hatten, bzw am Ende keine größere Rolle spielten.

Letzter Satz - Nach allem, was sie erlebt hatten, würde Eva das Leben immer zu schätzen wissen.


Sehr selten kommt es vor, das ich in einem Buch gar nichts finde, für das ich mich begeistern kann. Das ich mich durch einen Schreibstil ohne Würze hangele, ohne zumindest hier und da einen Charakterliebling zu haben der die Sache wieder aufwiegelt, oder eine Story die es einfach lohnt gelesen zu werden. Hier nur fehlte mir einfach alles!
Schlussendlich bin ich froh die letzte Seite von Der Weg des bösen endlich hinter mir zu haben. Es waren zähe Stunden in denen ich so oft den Kopf geschüttelt hatte, das es wohl für die nächsten Jahre reichen sollte.
Für diese schwache Leistung vergebe ich nur 1 von 6 Krümmeltörtchen und rate all jenen vom Kauf ab, die von einem Horror-Krimi mehr erwarten als platte Klischee-Charakter und billige Hollywoodeffekte.